Freude / Jubel / Torjubel nach dem 2:0 durch Marcello Meyer (VfB Lübeck, #10)

Blitztor und Traumtor – VfB siegt verdient mit 2:0


Grünweiße Heimserie (acht Spiele ungeschlagen) gegen blauweiße Auswärtsserie (vier Spiele ungeschlagen) – die Blauweiße riss. Der VfB siegte dank einer couragierten Leistung völlig verdient mit 2:0 (1:0).

Dennis Wehrendt fiel nach seinem Trainingsunfall aus, dafür kehrte Moritz Marheineke in die Startelf zurück und stabilisierte die Hintermannschaft enorm. Außerdem fand im Vergleich zum Norderstedt-Spiel Panajotis Haritos seinen Platz in der Startelf, Joshua Gebissa musste dafür weichen.

Der VfB legte los wie die Feuerwehr: Einen Freistoß von Marvin Thiel fischte Oldenburgs Torwart Klinkmann noch aus dem Winkel, Stefan Richter jedoch setzte in unnachahmlicher Art nach, legte quer auf Lindenberg, der, noch bevor der Sekundenzeiger seine erste Umdrehung geschafft hatte, aus kurzer Distanz zur Führung traf – 1:0. (1.).

In der Folgezeit boten sich zahlreiche Torgelegenheiten auf beiden Seiten: Während auf Oldenburger Seite Christopher Kramer gleich zwei (20./36.) und Andreas Pollasch einen Hochkaräter (17.) verballerten, hatte der VfB speziell durch Thiel zwei gute Möglichkeiten: Zwei Mal sehenswert freigespielt, wurde ihm zunächst der Winkel zu spitz (31.), verzog er acht Minuten später deutlich (39.).

Ohne Wechsel dafür fast mit einem erneuten Traumstart begann der zweite Durchgang: Es waren gerade einmal 40 Sekunden gespielt, als Marvin Thiel aus halbrechter Position durchstartete und allein auf Klinkmann zuging. Mit dem Abschluss zögerte er jedoch viel zu lange und machte es dem Oldenburger Schlussmann so recht einfach, den Ball zu entschärfen (46.).

Vier Minuten später war das jedoch vergessen, denn da wurden 1334 Fans Zeuge eines Moments, der zweifelsfrei den Weg in die ARD zur Wahl des Tor des Jahres finden kann: Marcello Meyer erkannte noch vor der Mittellinie, dass Klinkmann zu weit vor dem Tor postiert war, nahm Maß und traf aus über 50 Metern zum 2:0 -Wahnsinn!

Der VfB war gegen einbrechende Oldenburger nun klar tonangebend und hätte durch Richter (60.) sogar auf 3:0 stellen können. Auch der eingewechselte Kubilay Büyükdemir verknotete ein ums andere Mal die Beine der Oldenburger Hintermannschaft, seine Bemühungen wurden jedoch nicht mehr von zählbarem Erfolg gekrönt.

Bereits am Dienstag geht es für den VfB im Heimspiel gegen den TSV Havelse weiter. Das Nachholspiel wird um 19:30 Uhr angepfiffen.

VfB Lübeck: Toboll – Gomig, Lindenberg, Nogovic, Sirmais, Meyer, Richter (82. Gebissa), Thiel (61. Büyükdemir), Haritos (75. Ismail), Maletzki, Marheineke

VfB Oldenburg: Klinkmann – Lingerski (58. Hakansson), Aalto, Pollasch, Azong (62. Adomako), Richter, Temin, Tönnies, Kramer, Fazlic, Bastürk

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer

Gelbe Karten: Haritos, Büyükdemir – Temin, Aalto

Zuschauer: 1334

Tore: 1:0 Lindenberg (1.), 2:0 Meyer (50.)