Im Blickpunkt: Altona 93

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Im Blickpunkt: Altona 93

Mit dem Altonaer Fußballclub bereichert ein echter Traditionsclub die Regionalliga Nord. Fast 125 Jahre Fußballgeschichte schreiben die Recken in ihren klassischen schwarz-weiß-rot gestreiften Jerseys mittlerweile, haben unzählige Legenden geschrieben und zählen unverändert zu den Fußball-Lieblingen Hamburgs.

Im zweiten Anlauf zurück in der Regionalliga

So recht in die Regionalliga Nord aufsteigen wollte aus der Hamburger Oberliga in den vergangenen Jahren keiner. Die, die es wagten, erlitten sportlich und finanziell Schiffbruch: Altona 93 selbst war 2008/2009 ein warnendes Beispiel, Viktoria Hamburg erging es vier Jahre später ähnlich. Hamburgs Serienmeister TuS Dassendorf verzichtet traditionell und so fand sich neben den Zweitvertretungen der Bundesligisten HSV und St. Pauli erst 2013 mit Eintracht Norderstedt wieder ein Hamburger Vertreter, der (als Tabellenvierter!) aufsteigen wollte und sich in der vierthöchsten Spielklasse etablieren konnte. Die drei besser platzierten Vereine verzichteten. Dazu zählte damals auch Altona 93, die sich erst im Sommer 2016 wieder trauten, aber denkbar knapp in der Aufstiegsrunde an Germania Egestorf und dem SV Eichede scheiterten. Vor wenigen Wochen gelang dann endlich der Sprung in die Regionalliga und anders als 2008 scheint diesmal auch das Fundament zu stehen. Wich man seinerzeit noch ins Stadion Hoheluft aus, ist inzwischen die altehrwürdige Adolf-Jäger-Kampfbahn regionalligatauglich. Die Fans danken es: In den ersten beiden Heimspielen kamen 2648 Fans.

Maximale Ausbeute in der Fremde

Um ihre Mannschaft siegen zu sehen, mussten die AFC-Fans bislang allerdings reisen. Beide Saisonsiege gelangen in der Fremde. Beim Lüneburger SK gewann die Mannschaft von Trainer Berkan Algan (Foto) mit 2:1, beim BSV Rehden gelang in der vergangenen Woche ein 3:2-Erfolg. Daheim verlor man trotz Führung jeweils 1:2 gegen den VfB Oldenburg und den TSV Havelse.

Im Landespokal hat man die ersten drei Runden gegen unterklassige Gegner unbeschadet überstanden. Der Traum vom DFB-Pokal lebt also wieder, das Trauma von 2016 möchte man möglichst schnell vergessen machen. Neben dem knapp verpassten Aufstieg scheiterte man nämlich auch im Pokalendspiel buchstäblich in letzter Minute an Eintracht Norderstedt. Die frühe Altonaer Führung glich Norderstedt erst kurz vor dem Ende aus, in der Verlängerung wurde es dann ein deutliches 4:1 für den Regionalligisten.

Lechler kommt mit Drittliga-Erfahrung

Arnold Lechler ist der prominenteste unter den 13 Neuzugängen. Größere Bekanntheit erlangte er in der Saison 2015/2016, als er dem SV Eichede mit seinen Toren zum Aufstieg in die Regionalliga verhalf. Danach wechselte er jedoch gemeinsam mit seinem Entdecker Oliver Zapel in die 3. Liga zur SG Sonnenhof Großaspach, brachte es dort allerdings nur auf acht Kurzeinsätze (102 Minuten) und blieb ohne Tor. Torerfolge waren ihm auch in der laufenden Saison bislang vergönnt. Die sieben Treffer verteilen sich auf Nick Brisevac (3), Samuel Hosseini, Jan-Ove Edeling, Eliezer Correia Cá und Jan Novotny (je 1 Tor).

Negative VfB-Bilanz

Mehr als sieben Jahre liegt der letzte Pflichtspielvergleich hinter beiden Teams: Im Mai 2009 gewann der VfB mit 2:0, das Hinspiel endete torlos. Insgesamt spricht die Bilanz der beiden Vereine allerdings für Altona: Von den 12 Vergleichen in den 1960er Jahren gewann Altona sechs, zwei Spiele endeten Remis, vier Duelle gewann der VfB.

Von | 2017-08-25T12:27:56+00:00 26. August 2017|1. Herren|