Im Blickpunkt: BSV Rehden

Startseite/1. Herren/Im Blickpunkt: BSV Rehden

Im Blickpunkt: BSV Rehden

Unser zweiter Gegner auf der Lohmühle nach der gelungenen Heimpremiere gegen den VfB Oldenburg ist der BSV Rehden (Sonntag, 17 Uhr). Seit 2012 gehört der Verein aus dem Landkreis Diepholz mittlerweile der vierthöchsten Spielklasse an, gilt als Gründungsmitglied der damals reformierten Regionalliga Nord.

Die Unabsteigbaren

Den inoffiziellen Titel der „Unabsteigbaren“ hatte einst der VfL Bochum inne. Zuletzt schickte sich auch der Hamburger SV in der Bundesliga an, den VfL beerben zu wollen. In der Regionalliga Nord könnte man dem BSV Rehden zweifelsfrei diese Ehre zuteilwerden lassen. Nachdem die ersten beiden Spielzeiten ohne große Sorgen auf den Plätzen neun (2013) und acht (2014) endeten, sah es zur Halbserie der Saison 2014/15 erstmals so aus, als müsse Rehden nach drei Jahren Regionalliga den bitteren Gang in die Oberliga antreten. Sieben Zähler betrug der Rückstand auf das rettende Ufer. Mit überragenden 32 Punkten in der Rückrunde (drittbeste Rückrundenmannschaft) konnte man die Abstiegsplätze doch noch verlassen und den sicheren Klassenerhalt einfahren.

In der vergangenen Saison war die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schütte (Foto) sportlich bereits abgestiegen. Daran änderte auch der 2:1-Heimsieg am letzten Spieltag gegen unseren VfB nichts mehr. Doch aufgrund des Klassenverbleibs aller Nordvertreter in der 3. Liga und des Aufstiegs des SV Meppen mussten nur zwei Vereine die Nord-Staffel verlassen, Rehden blieb als bester Absteiger drin.

Der Angstgegner

Mit dem BSV Rehden hat der VfB Lübeck schon fast traditionell seine Schwierigkeiten. In sechs Vergleichen gewann Rehden zwei Mal deutlich auf der Lohmühle (4:1; 4:0), zwei weitere Spiele endeten in 2016 Unentschieden (1:1; 2:2). In den Heimspielen gelangen den Schwarzweißen ebenfalls zwei Siege (3:0; 2:1). Lediglich im Oktober gewann der VfB im Landkreis Diepholz (2:0). Hinzu kommt noch der wertlose 5:3-Erfolg der Grünweißen in der Pflicht-Freundschaftsspiel-Runde.

Neues Sturmduo Menga und Sembolo

Zwei Transfers ließen in der Sommerpause aufhorchen: Mit Addy-Waku Menga vom VfL Osnabrück und Francky Sembolo verpflichtete Rehden zwei namenhafte Offensivkräfte. Der 33-jährige Menga kann auf über 180 Drittligapartien, fast 100 Spiele in der ehemaligen drittklassigen Regionalliga Nord sowie 16 Einsätze in der 2. Bundesliga und 12 Spiele in der Bundesliga verweisen. Mit dem VfL Osnabrück, Hansa Rostock, Preußen Münster, VfB Oldenburg, Werder Bremen und Wehen Wiesbaden hat er bislang schon einige Stationen durchlaufen. Gleiches gilt für seinen Sturmpartner Francky Sembolo, für den Rehden bereits die zehnte deutsche Station in elf Jahren ist. Im vergangenen halben Jahr war er für den SV Meppen am Ball.

Zusammen wird das Duo heute allerdings noch nicht in Erscheinung treten: Menga wurde vom Sportgericht wegen unsportlichen Verhaltens für vier Meisterschaftsspiele gesperrt. Auf Drängen eines Mitspielers soll er im Abstiegskampf der letztjährigen Drittligasaison bei Profis von Werder Bremen II nach möglichen Gegenleistungen für einen Osnabrücker Sieg gegen Bremens Konkurrenten SC Paderborn gefragt haben.

Neben Menga und Sembolo schlossen sich noch 15 weitere Neue dem BSV Rehden an. 20 Spieler verließen den Verein. Seit dem Regionalligaaufstieg im Sommer 2012 stehen somit 114 Ab- und 116 Zugänge in der Transferbilanz zu Buche…

Von | 2017-08-11T10:15:22+00:00 11. August 2017|1. Herren|