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Im Blickpunkt: Eintracht Norderstedt


Am Sonntag steht für den VfB das Auswärtsspiel bei Eintracht Norderstedt an der Ochsenzoller Straße an. Beginn der Partie ist um 14 Uhr.

Seeliger-Ära endete kurz nach dem Hinspiel

Nach dem klaren 3:1-Hinspiel-Erfolg wurde die Luft für Norderstedts damaligen Trainer Thomas Seeliger dünn und dünner. Gerade einmal zwölf Punkte aus zehn Spielen hatten die ambitionierten Norderstedter auf dem Konto, die Abstiegsränge waren dichter dran als eine Platzierung im oberen Tabellendrittel. Eine Chance auf Wiedergutmachung bekam Seeliger von Boss Reenald Koch zwar noch, nachdem aber aus dem darauffolgenden Heimspiel beim torlosen Unentschieden gegen Drochtersen/Assel erneut kein Sieg herausspringen sollte, endete nach über vier Jahren eine Ära.

Am 1. September 2012 hatte Seeliger die Eintracht in der Oberliga übernommen, auf Anhieb in die Regionalliga geführt und in der vergangenen Saison erstmals die Qualifikation für den DFB-Pokal geschafft. Nach einer schlechten zweiten Hälfte der vergangenen Saison (in der Rückrundentabelle belegte man einen Abstiegsplatz) und einem ersten Saisondrittel, das wenig Hoffnung auf Besserung machte, erfolgte schlussendlich die logische Konsequenz.

Mit Heyne übernahm ein bekannter Name

Ein Nachfolger wurde schnell in den eigenen Reihen gefunden: Der bisherige U19-Trainer Dirk Heyne übernahm das Amt. Der langjährige Torhüter des DDR-Oberligisten 1. FC Magdeburg und des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, der zudem auf neun Einsätze für die DDR-Nationalmannschaft verweisen kann, brachte mittlerweile die erhoffte Stabilität zurück. Zwar dauerte es bis zum ersten Saisonsieg unter seiner Regie noch sechs Saisonspiele, doch schon die positiven Leistungen in Wolfsburg (0:2) und gegen Meppen (3:3) ließen zwischenzeitlich aufhorchen. Auf den ersten Sieg unter Heyne Mitte November gegen den SV Eichede (5:0) folgten gleich fünf weitere Dreier, ein Unentschieden gegen Germania Egestorf (1:1) und erneut ein Sieg am vergangenen Spieltag beim FC St. Pauli II (3:1).

Aktuell steht Norderstedt auf dem achten Tabellenplatz und hat ein komfortables Zwölf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz.

In Norderstedt hängen die Trauben hoch

Ob 1. SC Norderstedt oder seit 2003 Eintracht Norderstedt – der VfB wartet seit der Saison 1993/94 auf einen Sieg im Edmund-Plambeck-Stadion. Romas Mazeikis köpfte seinerzeit den Siegtreffer, Michael Lorkowski hatte kurz zuvor erst den VfB übernommen. Danach folgten in fünf Partien zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Seit dem Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord musste der VfB zunächst eine heftige 0:3-Klatsche und in der vergangenen Saison hätte es mit dem ersten Sieg nach 22 Jahren fast geklappt, doch Norderstedt traf in der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich und verschärfte die Abstiegssorgen an der Lohmühle.

Immerhin: von 2008 bis 2013 trug der Hamburger SV mit seiner zweiten Mannschaften Heimspiele in Norderstedt aus – hier gewann der VfB 2010 (3:0) und 2011 (2:0). Einmal davon mit Rolf Landerl als Spieler.

5068 Zuschauer finden im Edmund-Plambeck-Stadion fasst derzeit Platz, alle 1320 Sitzplätze sind überdacht.