Im Blickpunkt: ETSV Weiche Flensburg

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Im Blickpunkt: ETSV Weiche Flensburg

Ein echter Regionalliga-Leckerbissen im tristen November: Am Sonntag (14 Uhr) steigt in Flensburg zwischen den schleswig-holsteinischen Kontrahenten ETSV Weiche und VfB Lübeck ein echtes Spitzenspiel – der Tabellendritte empfängt den Tabellenzweiten.

Jurgeleit und Weiche – eine echte Erfolgsgeschichte

Für Trainer Daniel Jurgeleit ging es beim ETSV Weiche seit seinem Amtsantritt ausnahmslos bergauf. Die ungewöhnliche Erfolgsstory startete in der Saison 10/11 in der SH-Liga, die man mit Platz sechs beendete. Ein Jahr später gelang der Aufstieg, in der Regionalliga Nord folgten dann die Plätze sieben (12/13), sechs (13/14), fünf (14/15) und drei (15/16). Aktuell belegt man erneut den dritten Tabellenplatz. Hinzu kommen zwei Siege beim Hallenmasters in Kiel (2014 und 2016) und drei Finalteilnahmen im SHFV-LOTTO-Pokal (u. a. 2012 und 2016 gegen den VfB Lübeck). Hier kommt zumindest in dieser Saison keine weitere mehr dazu, denn im Viertelfinale schied man gegen den nächsten VfB-Gegner Holstein Kiel nach einer 0:2-Niederlage aus.

Neuzugang Rene Guder entwickelt Torjägerqualitäten

Einer von sieben Neuzugängen war im Sommer der 21-jährige René Guder. Gemeinsam mit Finn Wirlmann, Fabian Arndt und Tayfun Can kam er von Holstein Kiel nach Flensburg und ist genau wie Wirlmann zunächst bis zum Ende Saison ausgeliehen. Bereits elf Tore erzielte der Mann, der bei Holstein schon in der U23 (39 Tore in 81 Spielen) und in der Drittligamannschaft (ein Tor in neun Kurzeinsätzen) sowie in der U19 des Hamburger SV (zehn Tore in 35 Bundesligaspielen) seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte.

Kräfte bündeln, Ärmel hoch – Fusion mit 08?

In Flensburg ist man gewillt, die Kräfte zu bündeln, um eine dritte Fußballmacht in Schleswig-Holstein zu entwickeln. Sowohl die Mitglieder von Flensburg 08, deren Herrenmannschaft in der SH-Liga kickt, als auch die des ETSV Weiche stimmten Fusionsgesprächen zwischen den Führungsgremien edier Vereine zu. Die Stadt, der Dritte im Bunde, signalisierte, das Flensburger Stadion zu sanieren und für die Dritte Liga flott zu machen. Den Lizenzantrag dafür stellte ETSV Macher Harald Uhr bereits vor einem Jahr. Wirkliche Chancen darauf bestehen allerdings nur mit einer tauglichen Spielstätte.

Gespielt wird…

… bis dahin aber immer noch im Manfred-Werner-Stadion. Die 2500 Zuschauer fassende Anlage steht in der Bredstedter Straße 2 in 24941 Flensburg. Enttäuschend ist derzeit die Zuschauerresonanz: Obwohl sportlich alles im Lot ist, kamen durchschnittlich bislang nur 480 Zuschauer. In der vergangen Saison waren es noch fast 300 Fans mehr (764). Attraktive Spiele wie gegen unseren VfB oder gegen den SV Meppen folgen zwar erst noch, mit Lüneburg (499) und Oldenburg (362) und Havelse (457) waren allerdings auch schon drei der fünf weiteren Teams aus dem oberen Tabellendrittel an der Förde.

Von | 2016-11-11T14:47:13+00:00 11. November 2016|1. Herren|