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Im Blickpunkt: FC St. Pauli II


Mit sieben Unentschieden gehören die Kiezkicker zu den Remis-Königen der Liga. Im Hinspiel jedoch gab es einen VfB-Sieg – daran will der VfB auch zum Rückrundenauftakt am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) anknüpfen.

Auswärtsstärke: St. Pauli II seit sechs Spielen ungeschlagen

16 Tore, und damit doppelt so viele wie auf heimischem Geläuf, erzielte der Nachwuchs der FC St. Pauli in der Fremde. Mit nur zwei Niederlagen ist die Mannschaft von Trainer Joachim Philipkowski auswärts äußerst schwer zu bezwingen. Und diese liegen auch schon einige Monate zurück: Nach den Niederlagen in Havelse (1:2) und in Meppen (1:3) ist St. Pauli seit sechs Auswärtsspielen ungeschlagen. Insgesamt sind die 13 Punkte aus neun Spielen gleichbedeutend mit der sechstbesten Auswärtsbilanz der Liga. Daheim gelangen mit mageren acht Toren zwar immer noch drei Siege und drei Unentschieden. Drei Spiele wurden allerdings auch verloren. Darunter das Hinspiel gegen den VfB mit 0:1. Patrick Bohnsack, der Siegtorschütze von damals, spielt inzwischen eine Klasse tiefer für Eutin 08.

St. Paulis Torjäger Schneider auf dem Sprung in die 2. Bundesliga?

Mit acht Treffern steuerte Jan-Marc Schneider ein Drittel aller St. Pauli-Tore bei. Auch im Hinspiel war der 22jährige Mannschaftskapitän ständiger Unruheherd der Kiezkicker. Seine Qualitäten blieben auch Ewald Lienen nicht verborgen und so beförderte er den 1,78 Meter großen Wirbelwind am vergangenen Wochenende in den Zweitligakader. Gegen den VfB Stuttgart bekam er sogar neun Minuten Einsatzzeit.

In der HSV-Jugend groß geworden kam der Angreifer über die Stationen SV Blankenese, Eintracht Norderstedt und Halstenbek-Rellingen 2015 zum FC St. Pauli.

Sirlord Conteh ist mit vier Treffern zweitbester Schütze im internen Ranking.

Ruhige Transferperiode

Nur einen Spieler gab St. Pauli im Winter ab: Furkan Pinarlik kickt ab sofort für den Wedeler TSV in der Oberliga Hamburg. Im Sommer gab es die für eine Zweitvertretung üblichen zahlreichen Zugänge aus der eigenen U19. Mit Brian Koglin, Andranik Ghubasaryan, Lennart Keßner, Marvin Zimmermann, Marvin Kehl, Marcell Sobotta und Seung-Won Lee zog Philipkowski, der im letzten Jahr selbst noch die U19 trainierte, sieben bekannte Eigengewächse hoch.

St. Paulis Urgestein auf der Trainerbank

Joachim Philipkowski hat den Großteil seiner Trainer- und Spielerkarriere beim FC St. Pauli verbracht. Seine aktive Karriere begann er beim FC St. Pauli und beendete sie dort. Unterbrochen wurde diese Zeit lediglich von acht Jahren beim Club in Nürnberg. Und auch als Funktionär blieb er dem Kiezklub eng verbunden: Lediglich ein Jahr beim Hamburger SV II und 15 Monate bei der U19 des SV Werder Bremen bilden die Ausnahme.  Leiter der Nachwuchsabteilung, U23- und U19-Trainer, Co-Trainer der Profis und Profitrainer – Philipkowski füllte nahezu jede Funktion schon aus. Seine Premiere als Cheftrainer der Profis feierte er übrigens an einem Sommertag im August 2002 auf der Lohmühle, die beim legendären 0:6 allerdings gründlich daneben ging.

Droht der Zwangsabstieg?

Die Zweitvertretung des FC St. Pauli gehört fast schon traditionell zu den Teams, die im Saisonverlauf recht lange um den Klassenverbleib kämpfen müssen. Auf Platz 17 in einer Saison, in der es keine Absteiger gab folgten Platz 13, zwei neunte Plätze und in der vergangenen Saison Platz 15 – St. Pauli hält sich seit mittlerweile im sechsten Jahr in der Viertklassigkeit. Doch nun droht Ungemach von oben: Steigt St. Pauli aus der 2. Liga ab, muss auch die Zweite runter. Ein Drittligist darf nämlich aktuell keine Nachwuchsmannschaft in der Regionalliga haben.