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Im Blickpunkt: Hannover 96 II


Die auswärtstärkste Mannschaft der Liga ist am heutigen Sonntag auf der Lohmühle zu Gast: Die U23 von Hannover 96 erfährt nach drei Jahren in der unteren Tabellenhälfte unter einem ehemaligen Lübecker als Trainer einen echten Aufschwung.

Ex-Lübecker schwingt erfolgreich das Zepter

Erstmals seit der Saison 2012/2013 steht Hannover 96 mit seiner U23 wieder im oberen Tabellendrittel der Regionalliga Nord. Damals beendete man die Spielzeit mit 54 Punkten auf Platz vier, Valerien Ismael, heute Trainer des Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg II und in der zurückliegenden Woche zumindest vorübergehend auf die Bundesligabank der Wölfe aufgestiegen, hieß damals der verantwortliche Trainer. In den drei Folgejahren fuhr man deutlich weniger Punkte ein, landete mit zwei Mal 41 und einmal 42 Punkten zwischen Platz 11 und 14 der Tabelle.

In dieser Saison scheint es anders zu laufen: In den ersten 12 Saisonspielen fuhr man bereits mehr als die Hälfte der Punkte der jeweils vergangenen Spielzeiten ein und hat als Tabellenfünfter Tuchfühlung zur Spitze. Verantwortlich dafür ist Mike Barten (Foto). Der gebürtige Lübecker, der in seiner aktiven Jugendzeit Ende der 80er Jahre auch für den VfB am Ball war und seit 2014 Trainer im 96-Nachwuchs ist, stieg in der Sommerpause von der U16 zur U23 auf und löste Michael Krüger ab. Der Fußballlehrer formte aus 16 Neuzugängen, hauptsächlich aus der eigenen U19 rekrutiert, ein konkurrenzfähiges Team. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren stellt man nach St. Pauli II und dem HSV II die drittjüngste Mannschaft der Liga.

Torjäger im Fokus

Bemerkenswert ist die Personalie Elias Huth. Der 19jährige Angreifer erzielte in seinem ersten Herrenjahr bereits sechs Tore in elf Regionalligaspielen und steht dadurch weiterhin im Fokus des Profitrainers Daniel Stendel. Weiterhin deshalb, weil Stendel Huth bereits aus gemeinsamen A-Jugendtagen kennt. In der U19-Bundesliga traf er in 19 Spielen elf Mal und steuerte zudem wichtige Tore zum Gewinn des DFB-Junioren-Vereinspokals bei.

Es überrascht somit nicht, dass Huth Anfang Oktober einen Profivertrag bis 2019 unterzeichnete, in der letzten Länderspielpause in einem Testspiel für die Profis gegen Drittligist Holstein Kiel zum Einsatz kam und prompt den 2:2-Ausgleichstreffer erzielte. Der Lohn: Beim Zweitliga-Topspiel bei Union Berlin nahm Stendel den Youngster mit in den 18er Kader. Bei den Amateuren wurde er bei der 1:2-Niederlage gegen den FC St. Pauli II allerdings schmerzlich vermisst.

Auswärts noch ungeschlagen

Die Auswärtsbilanz der Roten ist beeindruckend: Von sechs Spielen in der Fremde gewann Hannover 96 II fünf, zwei davon zum Saisonauftakt in Norderstedt und beim VfB Oldenburg (jeweils 2:0). Nur beim BSV Rehden kam man nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Somit steht die Barten-Elf ungeschlagen vor dem VfB an der Spitze der Auswärtstabelle der Regionalliga Nord.

Ab der kommenden Woche im neuen Stadion

Schwächen zeigte Hannover 96 II in den Heimspielen. Im Ricklinger Beekestadion musste 96 II bereits zwei Niederlagen gegen Lupo Martini Wolfsburg (1:4) und am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli II (1:2) einstecken. Drei Unentschieden und nur ein Sieg (1:0 gegen Hildesheim) lassen die Bilanz mager erscheinen. Da kommt ein Tapetenwechsel gerade recht: Der 96-Nachwuchs trägt seine Heimspiele künftig in der frisch errichteten 96-Akademie aus, die das renovierte ehemalige Eilenriedestadion beinhaltet. Die neue Heimspielstätte hält 2500 Plätze bereit und wird in der kommenden Woche gegen Drochtersen Assel eingeweiht.

Und so geht es weiter…

Die Schwergewichte der Liga hat Hannover 96 II noch vor der Brust: Nach dem Spiel beim Tabellenzweiten VfB Lübeck geht es zu den heimstarken Wolfsburgern, daheim gegen Meppen und nach Lüneburg.