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Im Blickpunkt: Holstein Kiel


Zwei Eisen hat die KSV Holstein, unser Gegner am Dienstag ab 18 Uhr im 124. Landesderby, noch im Feuer. Priorität hat dabei sicherlich die Meisterschaft, stehen dort die Chancen, den langersehnten Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga zu verwirklichen, als derzeitiger Tabellenzweiter wirklich gut.Zudem könnte mit einer Platzierung unter den Topvieren der 3. Liga die Qualifikation für den DFB-Pokal gelingen. Aber: Aufgrund der Ausgeglichenheit der Dritten Liga ist dieser Platz noch längst nicht sicher, gerade einmal drei Punkte trennen Platz zwei von Platz sechs.

Der Grundstein liegt im Holsteinstadion

35 der bislang 55 errungenen Punkte holten die Kieler im heimischen Holsteinstadion. Damit stellen sie das beste Heimteam der Dritten Liga. Zehn Siege und fünf Unentschieden bei nur zwei Niederlagen (0:1 gegen VfL Osnabrück und 1:2 gegen die SG Sonnenhof Großaspach) unterfüttern die Heimbilanz. Auswärts hingegen gelangen erst vier Dreier. Mit gerade einmal 12 Gegentoren kassierte man dennoch die wenigsten Treffer, fünf der acht Auswärts-Remis endeten torlos, bei vier von fünf Niederlagen hieß es am Ende 0:1 (einmal 1:2).

Stärkste Abwehr, drittstärkste Offensive – aber 13 Remis

„Die Offensive gewinnt Spiele, die Abwehr die Meisterschaften“, besagt eine alte Fußballerweisheit. Bei Holstein trifft sogar beides (fast) zusammen: Mit gerade einmal 24 Gegentoren in 34 Saisonspielen stellt die Elf von Trainer Markus Anfang die beste Defensive aller 20 Drittligisten. Die 50 erzielten Treffer stehen für die zweiterfolgreichste Offensivabteilung der Liga. Die Voraussetzungen sind also fast gegeben – lediglich 13 Remis könnten am Ende die eine oder andere Punkteteilung zu viel gewesen sein.

Torjägerduo Lewerenz und Schindler

Den Abgang von Torjäger Marc Heider konnten die Verantwortlichen der KSV Holstein kompensieren: Kingsley Schindler, im Sommer von der TSG Hoffenheim II gekommen, wusste mit bislang neun Treffern zu überzeugen, Steven Lewerenz, ein Jahr zuvor von den Würzburger Kickers an die Förde gewechselt, zeigt auch im zweiten Jahr seinen Torinstinkt. Die Elf-Tore-Marke aus dem Vorjahr ist für den ehemaligen U19-Nationalspieler in diesem Jahr noch locker zu knacken – bei zehn Treffern liegt der 25-jährige derzeit.

Insgesamt zeigt sich der Kader sehr treffsicher: 14 Spieler trafen, neben den bereits genannten überzeugten durchaus auch Mathias Fetsch (7), Dominick Drexler (7) und Tim Siedschlag (4).

Früher Trainerwechsel brachte Holstein in die Spur

Alles auf Anfang vor dem sechsten Spieltag: Trainer Markus Anfang übernahm schon zu einem frühen Zeitpunkt in dieser Saison das Zepter und holte in dieser Zeit 48 Punkte. Karsten Neitzel, der Holstein vor zwei Jahren bereits in die Relegation führte, musste schon nach vier Ligaspielen die Segel streichen. Ein Sieg gegen die späteren Pokalhelden aus Lotte (3:1), ein Unentschieden und zwei Niederlagen waren den Verantwortlichen vor allem auch unter der Berücksichtigung des Mittelfeldplatzes in der Vorsaison unter dem Strich zu wenig.

Und vom Elfmeterpunkt?

Eine Elfmeterbilanz darf vor einem Pokalspiel gerne näher angeschaut werden: Zwei von fünf erhaltenen Elfmetern verschossen Tim Siedschlag und Steven Lewerenz. Siedschlag selbst traf allerdings auch zwei weitere Male, Dominick Draxler verwandelte einen Strafstoß. Im Landespokal zeigte sich Mathias Fetsch beim ETSV Weiche Flensburg ebenfalls treffsicher.

So ging es ins Halbfinale

Ernsthafte Schwierigkeiten, in das heutige Halbfinale zu gelangen, hatte der Drittligist erwartungsgemäß nicht. Beim ETSV Weiche Flensburg gab es im Viertelfinale einen weitestgehend ungefährdeten 2:0-Erfolg, beim VfR Neumünster gab es in der Runde zuvor einen deutlichen 5:1-Sieg.