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Im Blickpunkt: Lüneburger SK


Der Lüneburger SK, Gegner des VfB Lübeck am kommenden Freitag um 19:30 Uhr, hat die eingebaute Torgarantie: In den vergangenen vier Spielen gegen Hannover 96 II (2:2), Hamburger SV II (2:3), TSV Havelse (2:2) und BSV Rehden (2:0) erzielte die Mannschaft von Trainer Elard Ostermann jeweils zwei Treffer, mit denen sie fünf Punkte einspielten. Aktuell steht der LSK auf Platz 13 und hat vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Aber: Sowohl der VfV Hildesheim (drei Spiele) als auch der HSV (zwei Spiele) liegen im Spielplan zum Teil deutlich zurück.

Das Ziel Klassenerhalt ist dennoch keine Utopie. Bei dieser Mission wird Elard Ostermann, der übrigens in seiner aktiven Laufbahn selbst das VfB-Trikot trug, von drei ehemaligen VfBern unterstützt: Briant Alberti und Tomek Pauer gehörten bis zum vergangenen Juni unserem Regionalligakader an, Noor Al-Tamemy kickte bis zum letzten Sommer für unsere A-Jugend.

Zweifellos zum Stammspieler hat sich Tomek Pauer entwickelt, der in 20 Spielen in der Startelf stand und dabei ein Tor erzielte. Die restlichen drei Spiele verpasste er lediglich aufgrund einer Gelb- und einer Rotsperre.

Erst sechs Spiele bestritt hingegen Briant Alberti. Wechselte sich der 22jährige zu Beginn der Saison noch mit seinem Konkurrenten Maximilian Wulf ab, kam er zwischen dem neunten und dem 19. Spieltag gar nicht mehr zum Einsatz. Durfte er vor Weihnachten schließlich wieder zwei Mal das Tor hüten, blieb er in diesem Jahr bislang noch ohne Einsatz. Die nackten Zahlen sprechen nicht unbedingt für unseren ehemaligen Keeper: Drei Unentschieden und drei Niederlagen bei 14 Gegentreffern sind nicht erfolgsversprechend. Al-Tamemy brachte es auf bislang sechs Kurzeinsätze und stand lediglich gegen Goslar in der Startelf.

Für die ersten beiden Monate der Saison gehörte zudem Nico Schrum zum Lüneburger Kader. Der inzwischen 29jährige, an der Lohmühle noch bestens bekannt als Schütze des Ausgleichstreffers im DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05 im Sommer 2009, kam vom Rendsburger TSV nach Lüneburg und ging danach in die Hamburger Bezirksliga zum SV Uhlenhorst Adler.

Zurück zum aktuellen LSK: Trainer Ostermann, immer noch in Grömitz beheimatet, gab bereits Ende des vergangenen Jahres zunächst seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Sein Nachfolger ist seit Mittwochabend gefunden: Elard Ostermann. Der 47jährige ließ sich von der neuen (möglichen) Führungsmannschaft überzeugen, will nun sogar im April auf der Mitgliederversammlung selbst als Sportvorstand kandidieren.

Der Klassenerhalt würde die Aufbruchstimmung in Lüneburg weiter befeuern. Bei diesem Unterfangen setzt er vor allem auf seine Lebensversicherung Kwasi Okyere Wriedt. Der 21jährige erzielte in 23 Spielen beeindruckende 19 Treffer und zählt somit zu den besten Torjägern aller fünf Regionalligen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten, auch beim Spieler selbst. So liebäugelt Wriedt mit einem Wechsel in den Profibereich. Gegenüber dem Internetportal transfermarkt.de ließ er im November verlauten, „spätestens im Sommer, möglicherweise bereits im Winter, den Schritt in den Profibereich, also mindestens 3. Liga, zu machen.“ Ein Wintertransfer kam für den Ghanaer nicht zustande, aktuell trägt Wriedt nach wie vor das LSK-Trikot. Mit Erfolg: Beim 2:0-Erfolg über Rehden erzielte er am vergangenen Wochenende beide Tore und auch beim 2:2-Unentschieden gegen Havelse im Heimspiel zuvor war er erfolgreich.

Auswärts zeigte sich der LSK bislang anfällig: Der letzte Sieg datiert von Anfang Oktober beim bislang immer noch sieglosen TSV Schilksee, der zweite Sieg gelang im August in Havelse. Dem gegenüber stehen drei Unentschieden und schon sechs Niederlagen. Doch Obacht, VfB-Abwehr: Lüneburg erzielte in jedem seiner elf Auswärtsspiele mindestens einen Treffer, mit bislang 18 Auswärtstreffern zählen sie zu den Top-4 der Liga!