Im Blickpunkt: Lüneburger SK

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Im Blickpunkt: Lüneburger SK

Der Lüneburger SK zählte zu den Überraschungsteams der Hinrunde. Mit 28 Zählern ging die Mannschaft von Elard Ostermann in die Winterpause und hatte damit zehn Zähler mehr auf der Habenseite als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt. Am Freitag nun ist der Traditionsverein Gast auf der Lohmühle. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

VfB fügt Lüneburg erste Saisonniederlage bei

Den Winterpausen-Punktestand des Vorjahres hatten die Lüneburger geradezu sensationell schon nach sieben Spieltagen eingefahren: Mit sechs Siegen und einem Unentschieden war Lüneburg in die Saison gestartet und stand hinter dem SV Meppen völlig überraschend auf dem zweiten Tabellenplatz. Mitte September kam dann unser VfB nach Bardowick und beendete diese Serie. Gary Noel erzielte bereits im ersten Durchgang das Tor des Tages für die personell arg gebeutelten Lübecker.

In der Folgezeit kehrte so etwas wie Normalität beim LSK ein. Seither konnten von den zwölf Partien nur noch die beiden Spiele gegen den VfL Wolfsburg II (2:1) und den Hamburger SV II (1:0) gewonnen werden, vier Unentschieden kamen noch hinzu.

Bislang nur ein Spiel in 2017

Der Wettergott meinte es mit dem Lüneburger SK bislang überhaupt nicht gut. Nach vier Spielausfällen in Serie konnte Lüneburg am vergangenen Wochenende endlich den Start ins Fußballjahr 2017 feiern. Gegen den FC St. Pauli II endete dieser mit einem 1:1-Unentschieden. Tomek Pauer vergab aus elf Metern zudem die Chance auf den Sieg.

Es war der erste Treffer nach einer vier Spiele andauernden Durststrecke ohne eigenes Tor. Insgesamt traf der LSK seit dem Hinspiel gegen den VfB nur ganze sechs (!) Mal.

Torjäger Isitan ragt heraus

Mit Gökay Isitan führt ein offensiver Mittelfeldspieler die interne Torjägerliste an. Acht Mal traf der vom FC St. Pauli, Hamburger SV und MSV Duisburg ausgebildete Deutsch-Türke bislang ins Schwarze. Die weiteren Torschützen sind schnell zusammengefasst: Pascal Eggers traf vier Mal, Georg Kelbel drei Mal, Tomek Pauer doppelt. Linus Büchler und Henrik Steinke waren jeweils ein Mal erfolgreich.

Mit gerade einmal 19 Treffern stellt der LSK hinter Hildesheim die zweitschlechteste Offensive der Liga. Beide TEams haben mit 20 Spielen bislang allerdings auch die wenigsten Partien absolviert. Abhilfe soll Winterneuzugang Ian-Prescott Claus schaffen, der in Schleswig-Holstein kein Unbekannter ist. Mit 24 Jahren ist der LSK bereits seine sechste Station im Herrenbereich, zuvor war er für den TSV Kropp, Husumer SV, TuRa Meldorf, SV Eichede und zuletzt für TuS Dassendorf aktiv.

Fünf Zu- und fünf Abgänge

Reichlich Bewegung war auch in dieser Winterpause im Kader des LSK. Neben Claus war Rückkehrer Stefan Wolk (Drochtersen/Assel) der wohl bekannteste Neuzugang. Mit Leon Deichmann (HSV II), Felix Vobejda (UCLA Bruins/USA, zuvor in Verl und Osnabrück am Ball) und Jannik Reichel (BW Schenefeld) kamen drei weitere Akteure dazu. Verlassen haben den LSK hingegen der ehemalige Profi Mustafa Kucukovic (Hamm United), Philipp Borges, Edgar Zinn und Ebenezer Utz. Die „Transferkönige der Liga“ kommen somit auf 20 Zu- und 18 Abgänge im Verlaufe dieser Spielzeit und knüpfen nahtlos an die Vorjahre an. In der Saison 2015/16 waren es 20 Ab- und 23 Zugänge, im Aufstiegsjahr 2014/2015 „nur“ jeweils 18 Zu- und Abgänge.

Ein Schritt noch bis zum DFB-Pokal

Ein großes Saisonziel für den LSK ist mittlerweile die Qualifikation für den DFB-Pokal. Mit Siegen über den TB Uphusen (3:1), Treubund Lüneburg (2:1) und beim Ligakonkurrenten VfV Hildesheim (5:3 n. E.) bedarf es am 15. April nur noch ein Sieg gegen den BSV Rehden – in Niedersachsen sind beide Finalisten für den DFB-Pokal qualifiziert. Die Rehdener selbst sind ein Pokalphänomen, schmissen nacheinander den VfB Oldenburg, den SV Meppen und den TSV Havelse aus dem Wettbewerb. Aktuell jedoch geht die Formkurve stringent in den Keller, so dass die Lüneburger in der Vorschlussrunde wahrscheinlich die Favoritenrolle innehaben werden.

Von | 2017-05-05T10:16:34+00:00 8. März 2017|1. Herren|