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Im Blickpunkt: SV Meppen


Mit der Empfehlung von sechs Siegen aus sechs Spielen und durchschnittlich mehr als drei Toren pro Partie kommt der SV Meppen am Sonntag (Anstoß: 13 Uhr) auf die Lohmühle. Dem Traditionsverein aus dem Emsland ist somit ein echter Traumstart in die neue Saison gelungen.

Neuzugänge passen

Die gelungene Transferpolitik im Sommer ist ein wichtiger Baustein dieser schönen Momentaufnahme. Marius Kleinsorge kam vom Drittligisten SV Wehen Wiesbaden und zählt mit drei Toren in sechs Spielen schon zu den Leistungsträgern. Noch besser schaut die Bilanz von Stürmer Benjamin Girth aus: In Magdeburg ausgebildet kam er im Sommer von Hessen Kassel zum ehemaligen Zweitligisten und traf in sechs Spielen fünf Mal. Der in Lingen geborene Thilo Leugers wechselte vom spanischen Drittligisten Atletico Baleares nach Meppen, seiner ersten Station in Deutschland. Auch er zählt bereits zum Stamm und erzielte zwei Treffer. Menno Heerkes vom Niederländischen Erstligisten Heracles Almelo weist ebenfalls sechs Einsätze vor.

Auch Torhüter Jeroen Gies vom FC Groningen II war sofort gefordert, als sich Ex-VfBer Benjamin Gommert im zweiten Spiel verletzte und erst am vergangenen Wochenende gegen St. Pauli II ins Tor zurückkehrte. Der 22-jährige Gies überzeugte, spielte zwei Mal zu Null und trug so zum erfolgreichen Saisonstart bei.

Somit konnten die Abgänge von Leistungsträgern wie Viktor Maier (FC Emmen), Muhamed Alawie (Eintracht Trier) oder Er            dogan Pini (Wacker Burghausen) kompensiert werden. Pini hielt es allerdings nur zwei Spieltage in Bayern. Inzwischen zog es ihn in die NOFV-Oberliga Nord zum FC Anker Wismar.

In der Liga ungeschlagen – im Pokal schon raus

Während die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart souverän durch die Regionalliga Nord marschiert, war im Niedersachsenpokal bereits in der ersten Runde Endstation. Beim Ligakonkurrenten BSV SW Rehden verlor man Anfang August mit 1:3. Die Revanche in der Liga gelang allerdings zehn Tage später beim deutlichen 5:1-Erfolg eindrucksvoll. Dennoch: Der Traum vom erneuten Einzug in den DFB-Pokal ist schon frühzeitig geplatzt.

Neidhart findet die richtige Mischung

Seit dem Sommer 2013 trägt Neidhart die sportliche Verantwortung beim ehemaligen Zweitligisten. Nach drei Jahren „Aufbauarbeit“ scheint im Emsland Erfolg und Spaß zurückgekehrt zu sein. „Wir haben aktuell viel Spaß, aber wenn es um die Arbeit geht, dann sind wir richtig fokussiert“, erklärte der Coach das Erfolgsrezept kürzlich gegenüber dem Kicker. „Ich glaube wir haben einen guten Kader zusammen, das sieht man auch daran, wie wir es aktuell fußballerisch lösen.“

So geht’s weiter

Auf das heutige Spitzenspiel (Vierter gegen Erster) folgen für die Meppener zwei Heimspiele gegen Drochtersen/Assel und den Lüneburger SK, ehe mit dem VfL Wolfsburg II, dem TSV Havelse und Eintracht Norderstedt drei Auswärtsspiele anstehen. Spätestens nach dem Derby gegen den VfB Oldenburg Ende Oktober wird man wissen, ob man die aktuelle Momentaufnahme verfestigen konnte.

Ein Blick zurück

Die Fans können sich auf ein echtes Traditionsduell freuen. Beide Vereine trafen schon in der 2. Bundesliga (1 VfB-Sieg, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen bei 5:6 Toren) und auch in den damaligen drittklassigen Ober- und Regionalligen aufeinander. Zuletzt waren die Vergleiche aus VfB-Sicht allerdings wenig erfolgreich: In den vergangenen vier Begegnungen verlor unsere Mannschaft daheim jeweils mit 0:2, auswärts konnte man an den letzten, für Meppen allerdings wertlosen Spieltagen vier Punkte (0:0 und 2:1) einfahren.