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Im Blickpunkt: VfB Oldenburg


Nach dem verpassten Aufstieg im vergangenen Sommer läutete der VfB Oldenburg, unser Heimspielgegner am kommenden Samstag um 14 Uhr, ein Jahr des Umbruchs ein. Als derzeitiger Tabellenachter mit gerade einmal fünf Zählern Rückstand auf unseren VfB haben die Niedersachsen dieses Jahr bislang gut gemeistert.

Runderneuerter Kader für Dietmar Hirsch

17 Akteure verließen den VfB im Sommer – unter ihnen waren mit Kevin Samide und Marius Winkelmann auch zwei ehemalige VfB-Akteure. Gleich 19 Neuzugänge musste Oldenburgs Trainer Dietmar Hirsch im vergangenen Sommer integrieren. Daniel Franziskus war einer von ihnen. Der Rückkehrer, der bereits von 2008 bis 2010 im Nachwuchs und im Anschluss sein erstes Herrenjahr in Oldenburg spielte, schlug mächtig ein und erzielte bereits 13 Treffer in seinen bisherigen 20 Regionalligaeinsätzen. Aktuell muss der VfB jedoch auf ihn verzichten: Der 25jährige, in den letzten fünf Jahren unter anderem für den SV Wilhelmshaven, Jahn Regensburg und TSG Neutstrelitz am Ball, laboriert an einer Meniskusverletzung.

Nachdem Kifuta, mit 16 Treffern Torjäger der vergangenen Spielzeit, in dieser Saison nur ein Landespokalspiel bestreiten konnte und seither mit einem Knorpelschaden ausfällt, wurden die Niedersachsen nochmals auf dem Transfermarkt tätig und in Lübeck fündig: Christopher Kramer zog es nach einem Jahr an der Lohmühle zu den Blauen. Sieben Mal traf der 27-jährige bislang, einmal davon beim 3:0-Hinspielerfolg.

Hirsch´ Rückkehr nach Lübeck

Im Sommer 2005 wechselte der heutige Trainer des VfB Oldenburg noch als Spieler an die Lohmühle und schnürte in vier Jahren und 128 Spielen seine Stiefel für unseren VfB. Nur für den MSV Duisburg war der heute 45jährige in seiner langen Laufbahn, in der er für den MSV auch mal im DFB-Pokal-Endspiel stand, noch häufiger am Ball. Bereits im letzten Jahr seiner Karriere wechselte er an den Schreibtisch und nahm auf der VfB-Geschäftsstelle die Position des sportlichen Leiters und Geschäftsstellenleiters ein, ehe sich im Herbst 2009 die Wege trennten.

Hirsch machte den Fußballlehrer und verdiente seine ersten Sporen als Trainer weiterhin in Lübeck lebend beim SV Schakendorf und dem FC Sylt. 2013 schaffte er erstmals den Sprung in den Profifußball und versuchte den SV Elversberg vor dem Abstieg zu retten, wurde aber nach 28 Spielen noch vor Saisonende beurlaubt. Mit dem VfB Oldenburg kommt er nun erstmals als Trainer zurück auf die Lohmühle. In Oldenburg durfte der den grünweißen VfB bereits zwei Mal empfangen und war beide Male mit 3:1 und 3:0 erfolgreich.

Auswärts zuletzt erfolgreicher

In einem insgesamt sehr wechselhaften Saisonverlauf zeigte der VfB vor allem in den Auswärtsspielen zuletzt ansteigende Tendenz. Nur eine Niederlage beim TSV Havelse (0:1) steht aus den letzten sieben Auswärtsauftritten zu Buche, vier Siege und zwei Unentschieden vervollständigen die Bilanz in diesem Zeitraum. In diesem Jahr gewann man die beiden bisherigen Auswärtsspiele in Braunschweig (2:1) und Egestorf/Langreder (1:0). Daheim verlief 2017 mit dem 3:3 gegen Lupo Martini (nach 2:0-Führung) und den Niederlagen gegen Weiche Flensburg (1:2) und VfV Hildesheim (0:1) eher ernüchternd.

Duell zweier Traditionsvereine

Die Wege des VfB Lübeck und des VfB Oldenburg kreuzten sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf hohem Niveau. In der Saison 1996/1997 trafen beide Teams in der 2. Bundesliga aufeinander – in Oldenburg trennte man sich 1:1-Unentschieden, in Lübeck gab es einen 2:0-Erfolg für Grünweiß. Am Saisonende stiegen dennoch beide Teams ab.

Insgesamt spielte der VfB Oldenburg 24 Jahre lang auf zweithöchster Spielklassenebene, fünf Jahre davon in der 2. Bundesliga. 1992 verpasste man nur denkbar knapp den Aufstieg ins Fußball-Oberhaus.