Last-Minute-Pleite in Braunschweig

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Last-Minute-Pleite in Braunschweig

Der VfB Lübeck konnte die zweite englische Woche in Folge nicht mit einem Erfolg krönen: Bei der Zweitvertretung des Zweitligisten Eintracht Braunschweig setzte es eine späte 1:2-Niederlage. Gary Noel hatte den VfB per verwandeltem Foulelfmeter in Führung gebracht, der eingewechselte Braydon Manu (86.) und Braunschweigs Torjäger Phillip Tietz (89.) drehten die Partie spät.

Rolf Landerl konnte aufgrund des hohen Verletztenstandes nur auf einen „Notkader“ zurückgreifen. 16 Spieler nahm er mit nach Niedersachsen, darunter waren mit Nils Lange, Abdullah Abou Rashed und Dominik Toschka drei Akteure, die gestern schon für die Zweite lange am Ball waren und zunächst auf der Bank neben Jonas Toboll und Maurice Maletzki Platz nahmen. In der Anfangself gab es im Vergleich zum Drochtersen-Erfolg zwei Änderungen: Stefan Richter startete ebenso von Beginn an wie Dennis Wehrendt und ersetzten Marcello Meyer (Gelb-Rot-Sperre) und Nils Lange.

Der VfB startete frisch und konzentriert, die hohe Belastung durch die hohe Spielbelastung mit einer dünnen Personaldecke war den Grünweißen zunächst nicht anzumerken. Mit viel Spielfreude suchten sie ihr Glück in der Offensive, der letzte Stich blieb jedoch aus. Einzig Kubilay Büyükdemir hatte nach Stefan Richter-Flanke die Führung auf dem Fuß, traf den Ball jedoch fünf Meter vor dem Tor nicht richtig und schoss daneben (41.).

Die Braunschweiger brauchten lange, um ins Spiel zu finden und hatten ihre größte Chance nach einer Standardsituation, als Tietz einen Dacaj-Freistoß gefährlich per Kopf aufs Tor brachte, Langer jedoch mit einer Glanztat den Einschlag verhinderte (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der VfB zunächst Vorteile: Büyükdemir scheiterte nach Richter-Vorarbeit an Reck (48.), sieben Minuten später glänzte der Youngster als Vorarbeiter, Richter hämmerte aus Nahdistanz drüber (55.).

Der VfB ließ mit zunehmender Spieldauer nach, wirkte müder und unkonzentrierter, ging aber dennoch in Führung: Henrik Sirmais wurde an der Strafraumgrenze zu Boden gedrückt, den fälligen Elfmeter verwandelte Gary Noel sicher zur Führung (66.).

Danach drückte die Eintracht immer mehr, konnte frische Kräfte von der Bank ins Spiel bringen und drehte die Partie mit einem Doppelschlag in den Schlussminuten: Der pfeilschnelle Manu fand die Lücke in der Lübecker Viererkette und überwand Langer (86.), drei Minuten später sorgte Tietz mit einem Schuss durch Langers Hosenträger zum 2:1-Sieg (89.).

Für den VfB geht es am kommenden Samstag mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den ETSV Weiche Flensburg und einem bunten Rahmenprogramm weiter.

Eintracht Braunschweig II: Reck – Henschel, Niemann, Kabashi, Dogan, Dacaj, Canbaz, Tietz (91. Castro), Veiga (68. Lukowicz), Rüdiger (71. Manu), Neuhold

VfB Lübeck: Langer – Gomig, Wehrendt, Noel, Sirmais, Richter (59. Maletzki), Thiel (83. Abou Rashed), Büyükdemir, Gebissa, Ebot-Etchi, Marheineke

Schiedsrichter: Lukas Benen

Tore: 0:1 Noel (66./FE), 1:1 Manu (86.), 2:1 Tietz (89.)

Gelbe Karte: Thiel, Gomig, Sirmais

Von | 2017-05-24T12:51:54+00:00 7. Mai 2017|1. Herren|