Meyer rettet VfB einen Punkt zum Jahresauftakt

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Meyer rettet VfB einen Punkt zum Jahresauftakt

Der VfB Lübeck ist mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli II ins Fußballjahr gestartet. Einen frühen Rückstand durch St. Paulis agilen Kapitän Jan-Marc Schneider aus der achten Minuten glich Marcello Meyer im zweiten Durchgang per verwandeltem Foulelfmeter verdientermaßen aus.

Trainer Rolf Landerl musste auf den gelbgesperrten Moritz Marheineke und den zuletzt erkrankten Maurice Maletzki verzichten, schenkte dafür Marc Lindenberg und Henrik Sirmais sein Vertrauen in Form eines Startelf-Einsatzes.

Gleich zu Beginn hatte Gary Noel die erste Gelegenheit auf dem Fuß: Meyer setzte Kalla nach Brodersen-Zuspiel so sehr unter Druck, dass dieser zu Noel fehl passte. Dem sprang jedoch der Ball zu weit vom Fuß weg und schmiss so eine dicke Chance leichtfertig weg (5.).

Danach nahm St. Pauli das Heft des Handelns in die Hand und profitierte dabei ein ums andere Mal von der Unsortiertheit in der Lübecker Hintermannschaft. Die erste Gelegenheit brachte dabei direkt die Führung, als Schneider nach einer Ecke per Kopfballverlängerung traf (8.). Zwölf Minuten später war Schneider erneut enteilt, Sievers und Lindenberg retteten jedoch im Verbund (21.). Mehrfach erlangten die Gäste ein vielversprechendes Überzahlspiel, doch es blieb bei der knappen Führung.

Der VfB fand mit zunehmender Dauer besser ins Spiel, der Ausgleichstreffer sollte trotz guter Möglichkeiten vorerst nicht gelingen. Zum Beispiel, als Meyer eine Gomig-Hereingabe passieren ließ, der Ball aber dem überraschten Noel ans Knie und von dort aus fünf Metern neben das Tor sprang (21.). Oder aber bei Gomigs Distanzschuss, der abgefälscht knapp am Pfosten vorbei zischte (24.). Auch Thiel versuchte es volley aus der Distanz, traf aber nur das Außennetz (27.). Jener Thiel war es auch, der acht Minuten später völlig frei vor Brodersen den Abschluss verzögerte und sich das Leben so unnötig schwer machte (35.). Spätestens als Sirmais fünf Minuten vor dem Ende an einem Klassereflex von Brodersen scheiterte, wäre der Ausgleich hochverdient gewesen (40.).

So aber mussten die 1279 Fans weiter zittern. Sie sahen unmittelbar nach dem Seitenwechsel Gebissas Hereingabe, die St. Paulis Abwehrmann vor dem freistehenden Sirmais gerade noch über das eigene Tor befördern konnte (50.). Ein Foulspiel gegen den sehr auffälligen Sirmais im Strafraum ließ Schiedsrichterin Riem Hussein keine andere Möglichkeit – sie entschied auf Strafstoß . Marcello Meyer übernahm die Verantwortung und traf zur umjubelten Führung (63.).

Nun drehte St. Pauli wieder auf, doch Conteh verfehlte nach Rosin-Zuspiel das völlig freie VfB-Gehäuse fast schon kläglich (68.) und Kunze fand im eins gegen eins in Jonas Toboll seinen Meister (74.).  Ein 3:3 in einer chancenreichen Begegnung wäre mittlerweile im Bereich des Möglichen gewesen. So mussten sich die Grünweißen mit der Gewissheit, auch im sechsten Heimspiel in Folge ungeschlagen geblieben zu sein, über die Punkteteilung hinweg trösten, .

Bereits am kommenden Samstag kann diese Serie ausgebaut werden: Dann kommt der TSV Havelse als Tabellendritter zum Verfolgerduell auf die Lohmühle.

VfB Lübeck: Toboll – Gomig, Wehrendt, Lindenberg, Noel, Mende, Sirmais, Meyer, Thiel (81. Haritos), Gebissa (64. Richter), Sievers

FC St. Pauli II: Brodersen – Tanovic, Ambrosius, Sobotta (90. Coskun), Kunze, Keisef (59. Pahl), Kalla, Lee, Conteh (81. Kehl), Rosin, Schneider

Tore: 0:1 Schneider (8.), 1:1 Meyer (FE/64.)

Gelbe Karten: Wehrendt, Mende, Lindenberg – Keisef, Tanovic, Ambrosius

Zuschauer: 1279

Von | 2017-02-07T14:58:34+00:00 5. Februar 2017|1. Herren|