Mit Glück und Kadah: VfB zieht in den DFB Pokal ein


Die eigenen Gesetze des Pokals haben sich wieder einmal bestätigt: Der klassentiefere ETSV Weiche Flensburg hatte den Regionalligisten VfB Lübeck am Rande einer Niederlage, lieferte im pokerstars.de-Stadion an der Lohmühle einen großen Fight und stand kurz vor dem Einzug in die erste Hauptrunde des DFB Pokals: Doch der Fußballgott trug an diesem Abend scheinbar grünweiß und schenkte Deniz Kadah das goldene Köpfchen: In der Nachspielzeit gelang dem Torjäger der Grünweißen der viel umjubelte Ausgleich, in der Verlängerung machte Kadah mit den Treffern drei und vier letztlich alles klar.

Der Reihe nach: In der Anfangsphase sahen die 2658 Fans zunächst überlegene Flensburger, doch mit zunehmender Spieldauer kam der VfB besser in die Partie und ging nach einer schönen Kombination durch Deniz Kadah mit 1:0 in Führung (28.).

Doch nach dem Seitenwechsel geschah das, was wohl niemand für möglich gehalten hatte: Flensburg drehte die Partie und das noch nicht einmal unverdient. Patrick Thomsen (51.) und Sandro Holland (76.) unter Mithilfe von VfB-Keeper Jonas Toboll sorgten für das 2:1 des Underdogs.

Der VfB setzte nun noch einmal alles auf eine Karte, wirkte aber eher kopflos und kam kaum noch zu einer nennenswerten Gelegenheit – bis zu zweiten Minute der Nachspielzeit. Eine weite[nbsp] Flanke an den langen Pfosten drückte Deniz Kadah mit dem Kopf zum viel umjubelten Ausgleich über die Linie. Verlängerung.

Flensburg wankte wie der berühmte Boxer in der letzten Runde, der VfB hatte es Nils Lange und Deniz Kadah zu verdanken, dass er der Blamage noch einmal von der Schippe gesprungen war: Der eingewechselte Lange setzte nach bester Arjen-Robben-Manier zum Sololauf an und steckte bärenstark auf Kadah durch, der frei vor Martensen problemlos traf (93.). In der 113. Minute machte der Torjäger dann alles klar und stellte den 4:2-Endstand her.

Der VfB kann sich über den Einzug in die erste Hauptrunde des lukrativen DFB Pokals freuen. Respekt muss man dem Gegner aus Flensburg zollen, der alles in die Waagschale warf und nur knapp an einer Sensation scheiterte.

ETSV Weiche Flensburg: Martensen – Hummel, Holland, Böhnke, Carstensen (60. Neumann), Kasumovic, Bruns (83. Clausen), Walter, Bruhn, Thomsen, Meshekrani (72. Dammann)

VfB Lübeck: Toboll – Schaffrath, Zekiri (103. Hartmann), Steinwarth, Gebers, Diabang, Cornelius (75. Vallianos), Kadah, Marheineke, Kluk, Jakubiak (90. Lange)

Tore: 0:1 Kadah (28.), 1:1 Thomsen (50.), 2:1 Holland (76.), 2:2 Kadah (90.+2), 2:3 Kadah (93.), 2:4 Kadah (113.)

Zuschauer: 2658

Schiedsrichter: Sönke Glindemann

Gelbe Karten: Cornelius, Lange, Steinwarth