Osterbilanz: U19 scheitert im Pokal – U21 bleibt oben dran


Über Ostern waren zwei Nachwuchs-Teams im Einsatz. Die U19 im Landespokal und die U21 in der Verbandsliga.

U21 gewinnt 2:1 gegen Tremsbüttel

Der VfB hatte starke erste 15 Minuten, in denen Ramazan Acer, Marcel Meier und Adrian Cekala beste Möglichkeiten ausließen, ihre Mannschaft in Führung zu bringen. Danach verflachte die Partie etwas und Tremsbüttel hatte bei starkem Wind mehr vom Spiel. Chancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware, sodass es torlos in die Kabinen ging. Nach dem Wechsel spielten die Lübecker mit Wind und kamen wieder besser in die Partie. Es dauerte allerdings bis zur 80. Minute, ehe es zum ersten Mal Grund zum Jubeln gab. Ramazan Acer konnte einen langen Ball gerade noch erlaufen und flankte in die Mitte, wo Marcel Meier zur Stelle war und zur 1:0-Führung einköpfte. Nach einer Standardsituation kam Tremsbüttel, die überwiegend mit langen Bällen operierten, in der 87. Minute zum Ausgleich durch Maximilian Lampel. Doch nur zwei Minuten später stand erneut Marcel Meier richtig und verwertete eine Flanke von Lukas Knechtel zum umjubelten Siegtreffer (89.). Durch den Sieg bleibt der VfB Spitzenreiter der Verbandsliga Süd-Ost, hat allerdings ein Spiel mehr auf dem Konto als der Tabellenzweite.

Das war heute ein schwächeres Spiel von uns. Was ich meinen Jungs aber zu Gute halten kann ist, dass sie bis zum Schluss Vollgas gegeben haben und die Tore jeweils gut herausgespielt haben. Auch wenn wir mit etwas Glück gewonnen haben, freue ich mich natürlich über die drei Punkte“, sagte Serkan Rinal.

U19 scheitert im Pokal gegen JFV Hanse Lübeck

Für die Mannschaft von Julian Meese ging es um den Landespokal-Finaleinzug. Gegner war JFV Hanse Lübeck. Neben dem Finaleinzug ging es auch darum, die vielen Langzeitverletzten bzw. Ausfällen weiter Spielpraxis zu geben. So standen mit Dominik Toschka (über 2 Jahre verletzt), Tyron Gyanameh, Michael Wulf (beide 3/4 Jahr), Niklas Burkhard, Eray Ay (beide halbes Jahr) und Derek Cornelius (praktisch ohne Spielzeit) gleich 6 Spieler auf dem Platz, die zuvor wenig Einsatzzeiten hatten. Mit Blick auf den Endspurt in der Liga wollte Coach Meese gerade diese Spieler in eine bessere Verfassung bringen. Nach einem ereignislosen Start nahm die Partie nach zwei Unachtsamkeiten deutlich an Schwung auf. Dem 1:0 der Gastgeber ging kurz zuvor ein Schuss ins Gesicht von Johannes Willbrand voraus, der blutend und benommen im Strafraum liegen blieb. Über mehrere Sekunden spielte der Gegner weiter und auch der Schiedsrichter unterbrach das Spiel nicht, obwohl sogar um den am Boden liegenden Spieler drum herum gespielt werden musste. Die Gesichtsverletzung war so schlimm, dass das Spiel danach für mehrere Minuten unterbrochen werden und sogar ein Rettungswagen kommen musste. Nach dem Vorfall entwickelte sich eine hektische Partie, in der der VfB keine Kontrolle mehr über das Spielgeschehen hatte. Nach der Pause erhöhte Hanse nach einem leicht aber entscheidend abgefälschten Freistoß auf 2:0. In der Folge erhöhten die Lohmühlen-Kicker das Risiko, stellten um auf eine 3er-Kette und kamen erst in der 86. Minute zum 1:2 durch Derek Cornelius und in der 92. Minute zum 2:2 durch Sergen Tarim. In der Verlängerung blieb es ein zerfahren Spiel, das längst nur noch von Emotionen am Leben gehalten wurde. Es war wenig Spielfluss zu erkennen. Auf das 2:3 für Hanse antwortete der VfB prompt mit dem 3:3 durch Sergen Tarim.

Im abschließenden Elfmeterschießen trafen bei Hanse alle Schützen, ehe Tyron Gyanameh als 5. Schütze des VfB den entscheidenden Strafstoß vergab.