Die Nachwuchsarbeit des VfL Wolfsburg gehört zu der Besten in Deutschland. 2011 und 2013 wurde die A-Jugend des VfL Deutscher Meister, 2012 und 2014 gehörte man immerhin zu den Top vier U19-Teams. In der ewigen U17-Nord-Tabelle ist man hinter Hertha BSC Berlin Zweiter und die Zweite Mannschaft, im Wölfe-Lager als U23 geführt, wurde im vergangenen Jahr Meister und verpasste den Sprung in die 3. Liga erst in der Aufstiegsrunde gegen Großaspach. Seit 2008 steht die U23 in den Abschlussrankings ausnahmslos unter den Top fünf der Regionalliga Nord.

Die alljährliche Aufbauarbeit steht auch in diesem Jahr beim Wölfe-Nachwuchs an. Nachdem diese von 2009 bis 2013 jahrelang von Lorenz Günther Köstner erfolgreich gestaltet wurde, gab es in den letzten beiden Jahren gleich zwei Trainerwechsel: Im Sommer 2013 folgte Valerien Ismael auf Köstner, 2014 löste dann Thomas Brdaric den nach Nürnberg abgewanderten Ismael ab. Brdaric wurde im vergangenen Jahr ebenfalls Meister: In der Regionalliga Nordost ließ er die namhafte Konkurrenz aus Magdeburg und Jena deutlich hinter sich und erreichte mit der TSG Neustrelitz ebenfalls die Aufstiegsrunde. Hier unterlag man aber der Zweiten Mannschaft des FSV Mainz.

Mit Sebastian Stolze, Niklas Klinger und Maximilian Rossmann stiegen drei A-Jugendliche in den Herrenbereich auf, zudem kamen Sasa Strujic (Alemannia Aachen), Amin Affane (Energie Cottbus), Robert Herrmann (Hannover 96) und Albion Avdijaj (Grasshoppers Zürich) neu ins Wolfsrudel. Aus Neustrelitz brachte Brdaric Dino Medjedovic mit.

Der Start in die neue Saison verlief trotz des Umbruchs verheißungsvoll, zwei Siege gegen Schwarz Weiß Rehden und den FC St. Pauli II sowie ein Unentschieden gegen Hannover 96 II gelangen zum Start. Dann jedoch gab es zwei 1:3-Niederlagen gegen den Hamburger SV II und beim SV Meppen, ehe am vergangenen Wochenende beim 4:0 über den Tabellenzweiten TSV Havelse die eigentliche Stärke der Wölfe wieder aufblitzte. Bei einem Spiel weniger stehen die Wolfsburger punktgleich aber aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Platz vor dem VfB. Erfolgreichster Torschütze ist bislang Dragan Erkic, der in fünf Regionalligaspielen drei Mal traf.

Die Bilanz des VfB gegen den Wölfe-Nachwuchs ist zumindest in Heimspielen ausgeglichen. Drei Siegen stehen drei Niederlagen und ein Unentschieden gegenüber. Beim letzten Aufeinandertreffen 2012 feierte man auf der Lohmühle einen 1:0-Erfolg, das Pflichtfreundschaftsspiel in Wolfsburg endete torlos. Ansonsten gab es In der VW-Stadt für die Hansestädter in den vergangenen Jahren nur wenig zu holen. Zwei weitere Unentschieden und vier Niederlagen sind die magere Bilanz, 2005 und 2009 gab es mit 1:5 und 0:5 sogar die höchsten Niederlagen. Brdaric selbst war im Januar mit seinem alten Arbeitgeber auf der Lohmühle zu einem Freundschaftsspiel zu Gast. Neustrelitz unterlag mit 1:2.