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Spieltag Nummer 10: Hirsch und Halfar neu auf der Bank


Premiere für den neuen Trainer des Spitzenreiters: In der Begegnung gegen den TSV Schilksee nimmt Dietmar Hirsch erstmalig auf der Bank des VfB Oldenburg Platz. Im Auswärtsspiel gegen das Schlusslicht wollen die Oldenburger die Tabellenführung verteidigen. Ihre Verfolger aus Wolfsburg, Flensburg und Norderstedt stehen ebenfalls vor kniffligen Auswärtsaufgaben.

BSV Rehden – BV Cloppenburg (19.30 Uhr)

Freitagabend, Waldsportstätten zu Rehden – es ist Derbyzeit. Der 10. Spieltag wird mit einer besonderen Partie eröffnet. Dabei geht der Gastgeber nach ordentlichem Start als Tabellensiebter ins Spiel (13 Punkte), während der BVC sich auf dem 15. Rang einsortierte, obwohl er immerhin neun Zähler gewann. Doch Vorsicht, BSV!Die Cloppenburger reisen als eines der stärksten Auswärtsteams an. Sie gewannen sieben Punkte in vier Partien auf fremden Plätzen. Weshalb dieses Derby noch an Spannung gewinnt.

Hannover 96 II – Eintracht Norderstedt (Sa., 13 Uhr)

Endlich. Nach vier Niederlagen in Folge war 96 II im Nachholspiel beim VfB Lübeck am Mittwoch ein dreifacher Punktgewinn gelungen – dank des Treffers von Valmir Sulejmani kurz nach der Pause (55.). So kann es weitergehen. Aber nach starken Lübeckern warten nun noch stärkere Norderstedter auf den Talentschuppen. Lediglich eine Niederlage kassierte der Tabellenvierte in den vergangenen sieben Partien (5-1-1). Aber vielleicht liegen 96 die Teams aus Schleswig-Holstein ja? Vor dem Sieg in Lübeck hatte Hannover zuletzt beim 2:1 in Schilksee gewonnen.

Eintracht Braunschweig II – Hamburger SV II (13 Uhr)

Es gab etwas zu lernen für die Hamburger bei der Last-Minute-Niederlage gegen den SV Meppen (0:1). „Unser Ziel war es, die Grundordnung zu halten und Männerfußball zu spielen. Das hat besonders in der ersten Halbzeit sehr gut geklappt. Nur im letzten Drittel fehlte uns ein wenig die Ruhe“, meinte Trainer Soner Uysal. Seine Mannschaft soll es nun besser machen, damit die drei Spiele währende Negativserie endlich ein Ende hat. Aber was soll erst der Gegner sagen? Die Eintracht war sehr gut gestartet, ließ zuletzt aber vier Niederlagen am Stück folgen – und kassierte beim 0:1 in Norderstedt zudem zwei Platzverweise. Auch die Braunschweiger werden also auf Wiedergutmachung aus sein.

VfB Lübeck – VfL Wolfsburg II (Sa., 14 Uhr)

Die zweite Niederlage im vierten Heimspiel kassierte der VfB über weite Strecken in Unterzahl. Beim 0:1 im Nachholspiel gegen Hannover 96 II am Mittwoch hatte Aleksandar Nogovic nach rund einer Stunde die Rote Karte gesehen (58.). Nun kommt der seit vier Spielen siegreiche Titelfavorit, mittlerweile erster Verfolger von Spitzenreiter VfB Oldenburg. Leichter wird es also nicht werden für den VfB.

TSV Havelse – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)

Neuer Trainer, neues Glück? Nach der 1:5-Niederlage in Flensburg entband der TSV Havelse Trainer Stefan Gehrke von seinen Aufgaben. „Stefan Gehrke hat sein Traineramt voller Engagement ausgeführt. Doch leider hat die Mannschaft viele Dinge nicht angenommen, sodass keine günstige Prognose bei einer Fortsetzung dieser Konstellation abgegeben werden konnte“, begründete TSV-Manager Stefan Pralle die Entscheidung. Einstweilen wird das Team von Co-Trainer Sören Halfar betreut. Es trifft am Wochenende auf einen Aufsteiger, der nahezu sorgenfrei ist. Beim 1:0 über 96 II waren der SpVgg zuletzt der dritte Sieg in Folge und der Sprung auf den sechsten Tabellenplatz geglückt.

SV Meppen – VfV Borussia 06 Hildesheim (So., 14 Uhr)

Lediglich einen Ausrutscher gestattete sich der SV in den vergangenen fünf Partien (4-0-1) – beim 1:3 in Drochtersen/Assel allerdings gegen einen Neuling. Nun geht es wieder gegen einen Aufsteiger, und die Hildesheimer reisen mit der Empfehlung von zwei Siegen in Folge an. Die Siege beim HSV II (2:1) und gegen den LSK (4:2) verhalfen dem VfV nach zuvor sechs Niederlagen in Folge zum Sprung auf den 14. Tabellenplatz.

FC St. Pauli II – ETSV Weiche Flensburg (So., 14 Uhr)

Die Hamburger kommen. Nach schwachem Start mit zwei Punkten aus fünf Partien gewann St. Pauli zuletzt drei von vier Partien. Lediglich beim 0:3 gegen den VfL Wolfsburg II gab es keine Zähler. Mit Weiche Flensburg ist nun allerdings eine Mannschaft zu Gast, die vier Spiele in Folge siegreich war. Als Tabellendritter sortiert sich der Gast auch noch deutlich höher ein als St. Pauli (11.). Aber so muss es ja nicht bleiben.

Lüneburger SK Hansa – Goslarer SC (So., 15 Uhr)

Langsam aber sicher könnte der LSK mal wieder einen dreifachen Punktgewinn gebrauchen. Zuletzt schlossen sich den drei Unentschieden in Serie zwei 2:4-Niederlagen in Oldenburg und Hildesheim an. Der Gast aus Goslar könnte mit dem 13. Rang seines Gegners aber wohl ganz gut leben. Nach zwei Siegen aus neun Partien rutschte der GSC nämlich auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

TSV Schilksee – VfB Oldenburg (So., 15 Uhr)

Schlusslicht gegen Tabellenführer – keine zweite Partie wird unter so klaren Voraussetzungen ausgetragen. Sie könnten dem noch sieglosen Neuling allerdings in die Karten spielen. Gegen den Spitzenreiter steht der TSV nun wirklich nicht unter Druck, den ersten Saisonerfolg nach bislang neun vergeblichen Versuchen (0-1-8) zu landen. Der neue VfB-Trainer wird sich dessen bewusst sein, gerade erst wurde ja Dietmar Hirsch als Nachfolger von Predrag Uzelac vorgestellt. “Ich komme nicht zum VfB, um hier alles zu ändern. Die Mannschaft ist Tabellenführer, also hat man hier seit Sommer sehr, sehr viel richtig gemacht. Was ich in Goslar gesehen habe, hat mir auch sehr gut gefallen“, so Hirsch zum jüngsten 4:1-Erfolg beim GSC.

(Text: Stefan Freye)