Todesfelde, 24. July 2016
Sport, Fußball, Saison 2016/2017, SHFV-LOTTO-Pokal, Viertelfinale, SV Todesfelde - VfB Lübeck: Freude / Jubel / Torjubel nach dem 0:1 durch Stefan Richter (VfB Lübeck)

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VfB zieht ins Pokal-Halbfinale ein


Der VfB Lübeck steht zum wiederholten Male im Halbfinale des SHFV-LOTTO-Pokal. Beim SH-Ligisten SV Todesfelde gewannen die Burschen von Trainer Rolf Landerl bei tropischen Temperaturen durch ein Tor von Stefan Richter mit 1:0 (0:0).

Die Rollenverteilung im Joda-Sportpark war schnell klar: Der Underdog setzte auf seine Defensivqualitäten und igelte sich um den eigenen Strafraum herum ein. Der VfB befand sich fast durchgängig in des Gegners Hälfte, fand allerdings selten den richtigen Hebel, um den gelbblauen Abwehrriegel auszuheben. Eine gut platzierte Flanke von Patrick Bohnsack fand keinen Abnehmer (3.), Richters Versuch direkt aus der Drehung ging neben das Tor (6.). Andreas Gomig zirkelte einen Freistoß zu genau direkt auf den Torwart (19.) und Gary Noel ließ nach scharfer Hereingabe von Junior ein Wembley-Tor folgen. Aus kurzer Distanz sprang der Ball von er Unterkante der Latte auf die Linie und von dort zurück ins Spielfeld (24.).

Die zusätzlich eingebaute Trinkpause nach 25 Minuten nahm dem VfB ein wenig den Rhythmus. Zwar dominierten die Grünweißen weiter, nennenswerte Gelegenheiten sprangen aber nicht mehr heraus. Der SH-Ligist kam erstmals in der Nachspielzeit nach einer Ecke gefährlich vor das Tor, doch Jonas Toboll wurde nicht ernsthaft geprüft.

Nach dem Seiten- und zwei Spielerwechseln (Haritos und Maletzki für Noel und Bohnsack) ging es weiterhin nur in Richtung Todesfelder Tor. Während Wehrendts Kopfball das Ziel noch recht deutlich verfehlte (62.), wurde es fünf Minuten später turbulent, als sich eine fast schon rugbyartige Spielertraube im Strafraum bildete, die Juniors Direktschuss abwehrte. Die zaghaften Hand-Proteste der Grünweißen wurden vom Schiedsrichterteam nicht geteilt (67.).

Zwölf Minuten vor dem Ende belohnte sich der VfB dann doch noch: Gomig setzte sich auf links durch und flankte scharf vor das Tor, Haritos verpasste zwar noch, doch Richter stand goldrichtig und schob ein (78.).

Todesfelde öffnete nun erstmals, brachte aber nichts Nennenswertes mehr zustande. Der VfB spielte zwei Kontersituationen zu ungeschickt aus und verpasste es somit vorzeitig, den Deckel drauf zu machen.

Für den VfB geht es in einer Woche in der Regionalliga Nord erstmals um wichtige Punkte: Am Sonntag empfangen die Grünweißen um 14 Uhr den VfV Hildesheim, Anstoß ist um 14 Uhr auf der Lohmühle.

SV Todesfelde: Schramm – Koth, Beyer, Petzold, Hamann, Möller (73. Jaacks), Schulz, Bruhn, Bento, Zebold, Chaumont

VfB Lübeck: Toboll – Gomig, Wehrendt, Nogovic, Noel (46. Haritos), Richter, Gebissa, Ebot-Etchi (71. Büyükdemir), Bohnsack (46. Maletzki), Marheineke, Sievers

Schiedsrichter: Patrick Hahn

Tor des Tages: Stefan Richter (78.)

Gelbe Karten: Hamann, Möller, Bruhn, Chaumont – Gebissa, Haritos