Der VfB Lübeck konnte den Spitzenreiter nicht stoppen: Am Nachmittag unterlagen die Grünweißen dem VfB Oldenburg nach einer torlosen ersten Hälfte verdient mit 1:3. Das VfB-Tor zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer erzielte Christopher Kramer.

Im Vergleich zum letzten Punktspiel gegen Rehden nahm VfB-Coach Denny Skwierczynski vier Veränderungen vor: Dennis Wehrendt, Christopher Kramer, Marvin Thiel und Patrick Bohnsack waren wieder von Beginn an dabei, die verletzten Lukas Knechtel und André Senger sowie Henrik Sirmais und Marcello Meyer rotierten raus.

Im ersten Durchgang dominierte der Kampf, spielerische Akzente konnte keine der beiden Teams setzen. Die Hausherren hatten die größeren Spielanteile, agierten mit vielen hohen Bällen, auf die der grüne VfB jedoch meistens eine Antwort parat hatte. Gefährlich wurde es lediglich, wenn der VfB sich im Aufbauspiel den einen oder anderen Lapsus leistete, Oldenburgs Torjäger Kifuta Makangu allein vor Toboll (28.) und Franko Uzelac aus 13 Metern (42.) konnten allerdings daraus kein Kapital schlagen.

Auf der anderen Seite hatte Maurice Maletzki kurz vor der Pause die beste Gelegenheit für die Lübecker. Sein Schuss wurde zwar gefährlich abgefälscht, ging aber knapp am Tor vorbei (45.).

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wurde der VfB eiskalt erwischt: Pollasch ging alleine durch, scheiterte zwar zunächst an Toboll, Tönnies konnte aber sehr zum grünweißen Leidwesen die nachfolgende Flanke freistehend ins Tor befördern – 1:0 (47.). Die Oldenburger kamen nun ins Rollen, doch Tönnies (51.) und der doppelte Makangu (57./58.) nutzen die Glegenheiten zu einem weiteren Tor nicht. Dem kurz zuvor eingewechselten Ivo Thomas war es schließlich vorbehalten, die Vorentscheidung herbeizuführen, als er nach einem einfachen öffnenden Pass Toboll freistehend im zweiten Versuch überwinden konnte – 2:0 (78.).

Der agile Makangu verpasste kurz vor seiner Auswechselung noch das 3:0 (81.), ehe Kramer es doch noch einmal unerwartet spannend machen konnte und kurz vor dem Ende den Anschlusstreffer markierte (90.). Die Spannung hielt jedoch keine zwei Minuten: Der fünf Minuten zuvor eingewechselte Ebipi machte in der Nachspielzeit alles klar und erzielte somit das zweite Jokertor.

Für den VfB Lübeck geht es bereits am Freitag gegen den Lüneburger SK um wichtige Punkte.

VfB Oldenburg: Kisiel – Volkmer, Winkelmann (70. Stütz), Pollasch, Ficara (63. Tomas), Makangu (87. Ebipi), Uzelac, Tönnies, Engel, Hadzhiev, Canizalez

VfB Lübeck: Toboll – Wehrendt, Lindenberg, Kramer, Richter, Thiel (59. Sirmais), Bremser (63. Büyükdemir), Maletzki (63. Meyer), Bohnsack, Marheineke, Sievers

Schiedsrichter: Eric Müller

Tore: 1:0 Tönnies (47.), 2:0 Tomas (78.), 2:1 Kramer (90.), 3:1 Ebipi (92.)

Gelbe Karten: Pollasch – Richter

Zuschauer: 2547