Das höchste Gremium des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. (NFV) hat auf einer virtuellen Versammlung am Donnerstagabend auch formell den Abbruch der Saison 2019/2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie beschlossen.

Der Außerordentliche NFV-Verbandstag kam erstmals in der Geschichte des NFV mit seinen Mitgliedern in einer digitalen Versammlung zusammen. Von den 195 Delegiertenstimmen (aufgeteilt in Stimmen der vier norddeutschen Landesverbände, Vereine und persönliche Stimmen der 13 stimmberechtigten Mitglieder des NFV-Präsidiums) waren 175 Stimmen im virtuellen Raum anwesend. Einstimmig wurde dabei dem Antrag des NFV-Präsidiums auf Abbruch der Spielzeit 2019/2020 in allen Ligen und Wettbewerben unter Berücksichtigung der Quotienten-Regelung ohne Absteiger entsprochen. Zugrunde gelegt wurden dabei die Tabellenstände mit Stichtag 12. März 2020.

Damit ist diese für alle Beteiligten so schwierige Saison auch offiziell beendet. „Niemand hätte gedacht, als in den einzelnen Ligen im vergangenen Sommer der Startschuss fiel, dass die Spielzeit auf diese Art und Weise beendet werden muss und uns alle vor so große Herausforderungen stellt“, resümierte NFV-Präsident Günter Distelrath nach der Entscheidung. „Ich bin überzeugt, dass Offizielle, Spieler und Fans aller Teams die Saison lieber auf sportlichem Wege beendet hätten, dennoch gratuliere ich allen Meistern zu ihrem Erfolg und wünsche den Aufsteigern alles Gute für kommenden Monate“, so Distelrath weiter.

Ebenso Inhalt dieses Antrages war, Mannschaften, die sich in der Abschlusstabelle der höchsten Landesverbandsspielklasse auf den ordnungsrechtlich und ausschreibungsgemäß direkten Aufstiegsplätzen befinden (also für den Aufstieg qualifiziert sind) aufsteigen zu lassen. Die Regionalligen Nord werden somit in der nächsten Spielzeit aufgestockt, die Sollstärke der einzelnen Staffeln soll aber spätestens zur Saison 2022/2023 wieder erreicht werden. So werden z.B. in der Regionalliga Nord der Herren in der kommenden Saison erstmals 22 Teams an den Start gehen.

Ein Antrag für eine weitere Aufstockung der Regionalliga Nord der Herren und Aufnahme des VfL Oldenburg und 1.FC Germania Egestorf/Langreder wurde von den Delegierten abgelehnt.