Am heutigen Sonntagabend wurde live in der ARD „Sportschau“ die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal ausgelost. Da durch die Corona-Pandemie die Landespokalendspiele noch nicht stattfinden konnten und damit nicht alle teilnahmeberechtigten Mannschaften feststehen, kamen dabei Platzhalter für die Vereine der 21 Landesverbände zum Einsatz. Der frühe Termin für die Auslosung wurde gewählt, um insbesondere den Amateurvereinen eine intensivere Planung für die Spielorte zu ermöglichen.

Das Finale des SHFV-LOTTO-Pokals bestreitet der VfB Lübeck am 22. August im Rahmen des großen „Finaltags der Amateure“ gegen den SV Todesfelde. Der Sieger aus der Partie trifft dann zwischen dem 11. und 14. September 2020 auf den VfL Osnabrück. Das ergab die Auslosung durch DFB-Präsident Fritz Keller und die Stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich.

Alle potenziellen Teilnehmer müssen bis Mitte August eine verfügbare Heimspielstätte benennen und ein mit den Behörden abgestimmtes Hygienekonzept vorlegen. Danach werden die zeitgenauen Ansetzungen der Spiele in Abstimmung mit den TV-Rechteinhabern und der Zentralen Informationsstelle Sport (ZIS) vollzogen.

Sofern der VfB Lübeck den Einzug in die 1. Runde des DFB-Pokals schafft, träfe er mit dem VfL Osnabrück auf keinen Unbekannten. Die letzten Duelle gegen die Lila-Weißen fanden in der Saison 2006/2007 in der damaligen Regionalliga Nord statt. Das Hinspiel an der Bremer Brücke verlor der VfB mit 2:3 und konnte im Rückspiel an der Lohmühle mit 2:0 Revanche nehmen. Die abgelaufene Spielzeit in der 2. Bundesliga beendete der VfL Osnabrück als Aufsteiger mit 40 Punkten auf Platz 13. Als Nachfolger des bisherigen und zum Hamburger SV wechselnden Trainers Daniel Thioune wurde vor wenigen Tagen Marco Grote vorgestellt, der zwischen 2004 und 2006 an der Lohmühle als Co-Trainer von Stefan Böger und im letzten Spiel, ausgerechnet gegen den VfL Osnabrück, als Interimstrainer fungierte.