Ein Satz mit X – Für unsere Hansekicker gab es am vergangenen Wochenende nichts zu holen. Die U19 unterlag beim Vorletzten FT Braunschweig, die U17 kassierte bei Holstein Kiel II die erste Saisonniederlage und auch und die U14 unterlag den Jungstörchen daheim. Unsere U15 musste sich zudem dem JFV Nordwest geschlagen geben.

U19 unterliegt Tabellenvorletzten deutlich

Drei Spiele gegen drei direkte Konkurrenten um den Klassenverbleib standen an – neun Punkte hatte Coach Norbert Somodi als Ziel ausgerufen. Am Ende sollten es lediglich drei sein. Nach dem verheißungsvollen Auftakt in Flensburg vor zwei Wochen folgten eine 1:2-Niederlage gegen Rehden und am Samstag ein schmerzhaftes 2:4 beim Tabellenvorletzten FT Braunschweig, der seinerseits nun den Anschluss ans rettende Ufer herstellen konnte.

„Wir waren gut vorbereitet und sind gut ins Spiel gegangen“, konnte Somodi seinen Jungs nur wenig Vorwürfe machen. Er sah eine erste Halbzeit, in der seine Mannschaft mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz und die besseren Chancen hatte. Jamie Shalom traf unter anderem aus vier Metern nur die Latte, Silas Meyer setzte einen Kopfball nur knapp am Tor vorbei.

Nach einem torlosen ersten Durchgang kam der VfB auch gut in die zweite Hälfte, Torerfolge gab es aber keine zu vermelden. „Es kommt, wie es dann meistens so kommt, wenn du kein Tor machst“, orakelte Somodi. Nach einer guten Einzelaktion traf Florian Reinke wuchtig ins kurze Eck zur Führung (58.), Phil-Louis Kunze legte mit einem Traum-Freistoß aus 23 Metern in den Giebel schnell nach (62.). Das Dritte, erneut durch Reinke (69.), und das Vierte durch Julio Rodrigues (71.) ließen nicht lange auf sich warten. „Das ist brutal“, fand Somodi, der aber konstatierte, dass „die Mannschaft in Takt“ sei. Immerhin verkürzte sie durch Lasse Jetz (85.) und Levent Meydaner (87.) in der Schlussphase auf 2:4. „Wir haben danach sogar Chancen auf das Dritte, wer weiß, was dann noch hätte passieren können“, so Somodi. Da das Leben aber nicht im Konjunktiv stattfindet, blieb es bei der enttäuschenden Niederlage.

Und so bemühte Somodi das Prinzip Hoffnung. „Nun haben wir drei Heimspiele gegen stärkere Gegner, vielleicht können wir da mal den Bock umstoßen.“

U17 kassiert erste Saisonniederlage im Derby

Nach zehn Siegen am Stück hat es unsere U17 in dieser Saison nun erstmals erwischt. Bei der U16 der KSV Holstein unterlag die Mannschaft von Trainer Jan Philipp Kalus mit 2:3. „Das Spiel war deutlicher, als das Ergebnis es aussagt“, resümierte Jonas Toboll nach der Partie. „Kiel war in diesem Spiel die bessere Mannschaft. Wir haben es über die gesamte Spielzeit nicht geschafft, die Zweikämpfe zu gewinnen und das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten ein bisschen umgestellt, um unsere Stärken besser auf den Platz zu bekommen, was uns in der Umsetzung aber schwergefallen ist.“

Nach der frühen 1:0-Führung durch Yasin Varol (8.) schien zunächst alles nach Plan zu laufen. „Kiel hat es gut verstanden, im Zentrum ihre Zweikämpfe zu gewinnen und schnell nach vorne zu spielen. Obwohl wir geführt haben, hat Holstein das Heft in die Hand genommen. Die Mehrzahl der gefährlichen Situationen war auf Holstein-Seite“, beobachtete Toboll.

Nach dem Seitenwechsel spiegelte sich die Kieler Überlegenheit dann auch im Ergebnis wieder. Binnen kurzer Zeit drehte Holstein die Partie in eine 3:1-Führung. Ben Opoku Labes per Doppelschlag (55./65.) und Henry Steinbeck (77.) brachten die Hausherren auf die Siegerstraße. Daran änderte auch der Anschlusstreffer von Oskar von Esebeck in der sechsten Minute der Nachspielzeit nichts mehr.

„Wir müssen uns vorwerfen lassen, nicht mit der Selbstsicherheit aufgetreten zu sein, die wir in den ersten zehn Spielen an den Tag gelegt haben. Es ist uns auch nicht geglückt, gefährlich in die entscheidenden Räume zu kommen. Wir sind sehr enttäuscht, wollten in diesem Jahr kein Spiel mehr abgeben. Wir werden daraus die richtigen Schlüsse ziehen und sind optimistisch, dass wir gestärkt aus dieser Niederlage hervorgehen“, so Toboll abschließend.

U15: Verdiente Niederlage gegen JFV Nordwest

„Alles, was sich die Mannschaft heute vorgenommen hatte, wurde in der ersten Hälfte nicht umgesetzt“, war Trainer Michael Seitz nach der 0:2-Niederlage daheim gegen den JFV Nordwest bedient und fand deutliche Worte. „Es war kein Kampf, keine Leidenschaft, kein Einsatz und vor allem kein Wille zu erkennen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Erschreckend kam die Erkenntnis dazu, keine Mannschaft auf dem Platz vorgefunden zu haben. Einzelaktionen und Festrennen waren an der Tagesordnung.“

Die beiden Tore erzielten die Oldenburger, die zum Teil sehr körperlich zu Werke gingen, bereits im ersten Durchgang, ein Doppelschlag durch Sinan Brüning (28.) und Milan Maurice Hoffmeister (30.) brachten die Entscheidung. Bei den Gegentreffern machte es der VfB dem Gast zu einfach. Vor dem 0:1 konnte der gegnerische Spieler durch vier Mann hindurch laufen und mühelos allein vor dem Torwart einschieben. Beim 0:2 wurde ein direkt aus dem Halbfeld ‚geklärter‘ Ball zum zweiten Mal lang und länger und fiel hinter VfB-Torhüter Lukas Meßfeldt ins Netz. „Ansonsten hatte der Gegner lediglich lange Bälle und Körperlichkeit zu bieten. Umso mehr schmerzt diese Niederlage“, gestand Seitz ein.

In der zweiten Hälfte war ein deutliches Aufbäumen seiner Jungs zu erkennen: Sieben Abschlüsse in den ersten fünf Minuten deuteten eine furiose Halbzeit an, die aber trotz weiterer Chancen nicht von Erfolg gekrönt war. Schonungsloses Fazit von Seitz: „Eine gute Halbzeit reicht nicht. Die Mannschaft muss auch als solche auf dem Platz zu erkennen sein und in dieser Verfassung ist der Abstieg nicht zu vermeiden.“

U14 unterliegt kurz vor Schluss – U16-Partie in den Februar verlegt

Die Partie unserer U16 gegen den TSV Neustadt wurde kurzerhand in den Februar 2020 verlegt. Unsere U14 unterlag im Derby der U14 von Holstein Kiel mit 0:1. Das Tor des Tages gelang den Jungstörchen drei Minuten vor Ende der Partie.

Foto: Agentur 54 Grad