Nach der langen, witterungsbedingten Winterpause, in der zahlreiche Partien den schwierigen Platz- und Wetterverhältnissen zum Opfer fielen, rollt der Ball nun endlich wieder. Mit dem Ende des Monats Februar wartet auf den VfB Lübeck direkt eine anspruchsvolle Aufgabe: Am Samstag, den 28. Februar 2026, reist das Team von Trainer Guerino Capretti nach Niedersachsen, wo es bei der zweiten Mannschaft von Hannover 96 antritt. Gespielt wird auf dem Rasenplatz im Eilenriedestadion.
Allerdings sorgt der Zustand des Geläufs bereits im Vorfeld für Gesprächsstoff. Wie in den vergangenen Tagen in verschiedenen Medien zu lesen und zu sehen war, präsentierte sich der Rasen zuletzt alles andere als optimal. Beim Heimspiel der Hannoveraner gegen den SV Meppen am vergangenen Sonntag entwickelte sich der Platz phasenweise zu einer regelrechten Rutschpartie. Es bleibt daher abzuwarten, in welchem Zustand sich der Rasen am Samstag präsentieren wird und inwieweit die äußeren Bedingungen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen könnten.
Sportlich betrachtet gehört Hannover 96 II seit Jahren zu den konstanten und stabilen Mannschaften der Regionalliga Nord. 2008 in die Regionalliga Nord aufgestiegen, folgte 2024 sogar der Aufstieg als Meister der Regionalliga Nord in die 3. Liga, in der nach einer Saison allerdings wieder der direkte Abstieg feststand. Aktuell belegt die Mannschaft mit 29 Punkten den neunten Tabellenplatz. Mit 36 erzielten Treffern bei 33 Gegentoren weisen die 96er ein leicht positives Torverhältnis auf. Direkt dahinter rangiert unser VfB Lübeck auf Platz zehn mit 27 Punkten. Zwar kommt auch der VfB auf respektable 34 geschossene Tore, allerdings stehen dem 45 Gegentreffer gegenüber, was zu einem negativen Torverhältnis führt. Die Tabellenkonstellation verspricht somit ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben könnten.
Ein Blick auf die jüngste Formkurve der Gastgeber zeigt ein wechselhaftes Bild: In den vergangenen zehn Punktspielen verbuchte Hannover 96 II vier Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Dennoch bewies die Mannschaft von Daniel Stendel am vergangenen Wochenende Moral und Qualität, als sie dem aktuellen Ligaprimus SV Meppen unter schwierigen Platzverhältnissen ein beachtliches 2:2-Unentschieden abrang. Dieses Ergebnis dürfte dem Team zusätzliches Selbstvertrauen für die kommende Aufgabe geben.
Auch der direkte Vergleich zwischen beiden Vereinen spricht für ein enges Duell. Seit 2014 standen sich die Teams insgesamt 16 Mal gegenüber. Vier dieser Begegnungen entschied Hannover für sich, während unser VfB Lübeck doppelt so viele Spiele gewinnen konnte. Vier weitere Partien endeten ohne Sieger. Die Statistik zeigt also, dass der VfB im direkten Vergleich Vorteile hat, sich die Spiele jedoch häufig hart umkämpft gestalteten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient auf Seiten der Hannoveraner der erst 20-jährige Alexander Vogel. In bislang 21 Einsätzen für die Zweitvertretung erzielte er bereits sechs Treffer und gehört damit zu den auffälligsten Offensivkräften seines Teams.
Trainer der Zweitvertretung aus Hannover ist Daniel Stendel. Der 51-Jährige blickt auf eine bewegte Spieler- und Trainerkarriere zurück. Als aktiver Profi stand er unter anderem für den SV Meppen, FC Gütersloh sowie von 1999 bis 2006 für Hannover 96 auf dem Platz. Nach einem Wechsel zum FC St. Pauli beendete er im Jahr 2008 seine aktive Laufbahn bei Hannover 96 II. Direkt im Anschluss blieb er dem Verein treu und übernahm zunächst das Amt des Co-Trainers der zweiten Mannschaft. Es folgten Stationen als Cheftrainer der U17 und später der U19, ehe er für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit mit dem Posten des Interimstrainers der ersten Mannschaft belohnt wurde. In der Saison 2016/17 stand er schließlich in 28 Spielen als Cheftrainer der Profimannschaft an der Seitenlinie und erreichte dabei einen beachtlichen Punkteschnitt von 1,86.
Seine Trainerlaufbahn führte ihn anschließend ins Ausland: Stationen beim englischen FC Barnsley, dem schottischen Heart of Midlothian FC sowie beim französischen AS Nancy-Lorraine erweiterten seinen Erfahrungsschatz. Seit dem 01. Juli 2022 steht Stendel nun bei Hannover 96 II in der Verantwortung und arbeitet dort daran, junge Talente weiterzuentwickeln und die Mannschaft in der Regionalliga Nord konkurrenzfähig zu halten.
Alles ist somit angerichtet für ein spannendes und richtungsweisendes Duell zweier Tabellennachbarn, bei dem neben der sportlichen Qualität möglicherweise auch die Platzverhältnisse eine entscheidende Rolle spielen werden.
Foto: Hannover 96.
Ihr habt Interesse, den VfB Lübeck zukünftig mit einer passiven Mitgliedschaft zu unterstützen? Mit dem digitalen Mitgliedsantrag könnt ihr dem VfB unkompliziert beitreten. Ihr seid schon Mitglied? Dann verschenkt doch eine Mitgliedschaft an interessierte VfBer! Auch dieser Prozess ist ab sofort komplett digitalisiert!





