Das war ein hartes Stück Arbeit für unsere Burschen: Zum Abschluss des 25. Spieltags der Regionalliga Nord rang der VfB Lübeck am Abend die U21 des Hamburger SV mit 2:0 (1:0) nieder. Einem regulären, allerdings aberkannten Tor ließ Yannick Deichmann in der 16. Minute die tatsächliche Führung folgen, im zweiten Durchgang verhalf dem VfB ein Eigentor zum 2:0-Endstand.

Ausgangslage

Die zuletzt wiedererstarkte U21 des HSV verlor aus den letzten sechs Partien nur das Spiel beim Spitzenreiter (2:3). Der VfB hingegen war seit sechs Spielen unbezwungen und blieb dabei ohne Gegentor. Ein Uralt-Rekord von Jonny Felgenhauer aus den 1950er Jahren drohte bei einem weiteren zu Null-Spiel somit zu fallen.

Highlights

Der VfB erwischte den deutlich besseren Start und schon nach fünf Minuten jubelten Spieler und Fans gleichermaßen, als der Ball die Linie überquert hatte und Schiedsrichter Stefan Zielsdorf bereits zum Mittelpunkt zeigte. Dann jedoch ließ sich der Unparteiische doch noch von seinem Assistenten umstimmen und erkannte das Tor wieder ab – Wembley ließ grüßen. Doch der VfB ließ sich nicht beirren und blieb im Vorwärtsgang. Folgerichtig gelang den Grün-Weißen elf Minuten später die Führung in Folge einer Standardsituation, die Yannick Deichmann aus spitzem Winkel vollendete (17.).

Zuvor musste Benjamin Gommmert erstmals sein Können unter Beweis stellen, als er einen Schuss von Maximilian Geißen entschärfte (15.). Es war der Auftakt zu zahlreichen Glanztaten, die unser Keeper heute an den Tag legen musste, um seine Serie zu verteidigen. Bei Hamburgs Dreifach-Chance behielt er gemeinsam mit seinen Abwehrmannen ebenso die Oberhand (26.) wie gegen Aaron Opoku, der allein vor ihm aufkreuzte (40.). Zuvor half ihm die Latte gegen einen 30 Meter Freistoß-Hammer, ebenfalls von Opoku getreten (36.).

Und auch im zweiten Durchgang hatten die Hamburger Feldvorteile und durch Geißen (66.), Köhlert (84.) und eine Freistoßflanke an die Latte (92.) auch beste Möglichkeiten, ein besseres Ergebnis mit in die Hansestadt zu nehmen. Doch der VfB hatte an diesem Abend neben unglaublichem kämpferischen Einsatz auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, als eine scharfe Freistoß-Flanke von Marvin Thiel von Patric Pfeiffer per Kopf ins eigene Tor verlängert zum 2:0-Endstand wurde (72.). Weitere gute Kontergelegenheiten über Thiel, Deichmann und Riedel (68.) sowie eine Kopfballgelegenheit erneut durch Riedel (93.) ließen die Grün-Weißen aber ungenutzt.

Besonderes

Das Spiel begann mit vierminütiger Verspätung. Würdevoll wurde unserem am Wochenende verstorbenen Aufsichtsratsvorsitzenden Dietmar Scholze gedacht. Ein XXL-Banner „Danke Dietmar“ hatten unsere Fans im geschlossenen Gästebereich platziert, unsere Mannschaft trugen ein Konterfei ins Stadion und übergaben es zur Vervollständigung des Spruchbandes an unsere Fans. Die anschließende Gedenkminute und Sprechchöre zum Ende des Spiels gaben dem Spiel einen wundervollen Rahmen zu Ehren unseres Dietmars.

So gehts weiter…

…schon am Samstag müssen unsere Jungs wieder auf Reisen gehen. Dann geht es zu Hannover 96 II.

Das Spiel im Stenogramm

VfB Lübeck: Gommert – Weißmann, Kim, Arslan (70. Matovina), Franziskus (46. Will), Deichmann (81. Hobsch), Thiel, Grupe, Halke, Hoins, Riedel.

Hamburger SV II: Behrens – David, Pfeiffer, Haut (55. Giese), Gmeiner, Kwarteng, Behounek, Köhlert, Wintzheimer, Geißen (81. Ulbricht), Opoku (59. Stark).

Schiedsrichter: Stefan Zielsdorf

Gelbe Karten: Arslan, Thiel, Halke – Haut, Geißen, Pfeiffer.

Tore: 1:0 Deichmann (17.), 2:0 Pfeiffer (72./ET)

Zuschauer: 2.144