Im Blickpunkt: Eintracht Norderstedt

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Im Blickpunkt: Eintracht Norderstedt

Es kriselte zuletzt ein wenig in Norderstedt: Eine Woche vor dem ursprünglichen Termin Anfang Oktober riss eine Erfolgsserie von saisonübergreifend zwölf ungeschlagenen Ligaspielen in Folge in Flensburg. Dachte man zunächst eher an einen Ausrutscher, schien die Leichtigkeit dann doch, ähnlich wie beim VfB, ein wenig abhandengekommen zu sein. Nur ein Sieg (2:0 in Hildesheim) gelang in den vergangenen fünf Ligaspielen, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen und nur zwei weitere selbst erzielte Treffer stehen dem gegenüber. doch dann folgte am Sonntag der 2:0-Erfolg gegen Angstgegner VfL Wolfsburg II, gegen den man die vorherigen acht Vergleiche bei einem Torverhältnis von 1:30 allesamt verlor.

Norderstedter Torgefahr

In den zehn Saisonspielen zuvor hingegen hat die Eintracht durchaus ihre Offensivstärke unter Beweis gestellt. Sinisa Veselinovic und Felix Drinkuth sind bis heute mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Schützen der Eintracht, Linus Meyer folgt mit vier Toren, Jan Lüneburg mit drei Treffern. Im weiteren internen Ranking stehen fünf Spieler mit jeweils einem Treffer, darunter der Ex-VfBer Ermir Zekjiri.

Mit Heyne kehrte der Erfolg zurück

Für Trainer Dirk Heyne, der das Amt von Thomas Seeliger im Oktober 2016 übernahm, gingen erst acht der 38 Regionalligaspiele verloren. In dieser Zeit sammelte seine Mannschaft 64 Punkte. Mit diesem Wert gehört man am Ende einer Regionalligasaison ins obere Tabellendrittel.

Traum vom DFB-Pokal geplatzt

Dem SC Norderstedt, Vorgänger der Eintracht, gelang die Qualifikation für den DFB-Pokal bereits 1995 und 1999. Die Eintracht hingegen musste nach ihrer Gründung im Jahr 2003 13 lange Jahre warten, um ebenfalls in diesen lukrativen Wettbewerb einzuziehen. Als Hamburger Pokalsieger gelang dies dann gleich zwei Mal in Folge, allerdings zog man sowohl gegen Greuther Fürth (2016) als auch gegen den VfL Wolfsburg (2017) jeweils in der ersten Runde den Kürzeren.

Auch in diesem Jahr hegte die Mannschaft von Dirk Heyne lange Zeit die Hoffnungen, den Pokal-Hattrick zu erringen. Doch nach einem deutlichen 11:2-Erfog in der ersten Runde gegen den Kreisligisten Duvenstedter SV wurde es in den Folgerunden immer knapper. In Runde zwei gab es gegen die Alsterbrüder, ebenfalls ein Kreisligist, ein mageres 2:1, den Sieg in Runde 3 erstritt man sich final erst am Grünen Tisch, nachdem das Spiel beim Ahrensburger TSV neun Minuten vor dem Ende beim Stand von 3:1 für die Eintracht wegen Gewitter und dann eintretender Dunkelheit abgebrochen werden musste. Der Verband setzte die Partie zunächst neu an, Präsident Reenald Koch erstritt sich das Weiterkommen schlussendlich durch diverse Instanzen. Am 3. Oktober setzte man sich schließlich gegen den Oberligisten Niendorfer TSV in der vierten von acht (!) Pokalrunden im Elfmeterschießen durch.  Aber: Erneut wurde diese Partie am Grünen Tisch entschieden – diesmal zu Ungunsten der Norderstedter. Die Eintracht setzte Philipp Koch ein, der im Ligaspiel zuvor in Flensburg die Rote Karte gesehen hatte. Die Niendorfer protestierten und bekamen recht. Aus der Traum vom erneuten DFB-Pokal in Norderstedt. 

Ausgeglichene Bilanz

Die Bilanz gegen die Eintracht ist komplett ausgeglichen: Zwei Siege für den VfB stehen zwei Dreier für die Norderstedter sowie zwei Unentschieden gegenüber. Während es für den VfB im Stadion der Eintracht schon fast traditionell wenig zu holen gibt, ergeht es Norderstedt auf der Lohmühle kaum anders. Zwei Siege und ein Unentschieden bei 4:1-Toren sprechen für den VfB.

Von | 2017-11-13T15:51:35+00:00 13. November 2017|1. Herren|