In sechs Teilen blicken wir auf ein emotionales, bewegendes aber auch schönes Jahr 2013 zurück. Von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, über das Retterspiel gegen den HSV bis hin zum Insolvenzende und einer tollen ersten Saisonhälfte in der SH-Liga war sowohl wirtschaftlich als auch sportlich einiges dabei. Wir blicken noch einmal zurück, heute nehmen wir den März und April unter die Lupe!

Der März begann mit einem weiteren Heimspiel gegen Werder Bremen II. Nach einer 2:0-Führung durch Tore von Henrik Sirmais, musste man sich am Ende mit einem 2:2 begnügen. Erstmals kam mit Halbzeit Catering ein neuer Caterer auf der Lohmühle zum Einsatz, der die Fans auf Anhieb zufrieden stellte.

Das erste Auswärtsspiel in diesem Jahr fand bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg statt. Die Skwierczynski-Elf trotzte den Wölfen ein torloses Unentschieden ab. Es sollte, mit Ausnahme eines Testspiels auf Kunstrasen gegen den FC Schönberg (6:1 für den VfB), der letzte echte Auftritt vor dem HSV-Spiel sein, denn aufgrund der Witterungslage musste nicht nur erstmals ein VfB-Osterferiencamp in der Halle durchgeführt werden, auch das Landesderby bei Holstein Kiel fiel „in den Schnee“. Die Spiele gegen den Goslarer SC und den SV Meppen hätten ebenfalls nicht stattfinden können, allerdings hatten beide Vereine ohnehin schon ihren Verzicht erklärt und wollten gegen uns nicht antreten.

Draußen lagen weiterhin Unmengen an Schnee, so dass man zeitweilig sogar befürchten musste, dass das Retterspiel gegen den HSV in Gefahr geraten könnte. Dank zahlreicher freiwilliger Helfer konnte der Platz jedoch von den Schneemassen befreit und das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte somit am 9. April 2013 durchgeführt werden.

Spezielle Ticketpakete für die Vereine der Region waren vorab verkauft worden, aber auch die normalen Karten erfreuten sich einer ebenso hohen Nachfrage. Die Wall AG unterstützte den VfB mit einer großen Plakataktion im Vorfeld, so dass in Lübeck kaum noch einer an dem Highlight des Jahres vorbei kam. Ein Busshuttle brachte die Fans zum Stadion und auch wieder zurück zum Volksfestplatz und dem ZOB, der Flughafen Lübeck engagierte sich als „Sponsor of the day“ und unser Partner Holsten spendierte das Bier für den Tag. Unsere Fans kreierten eigens einen Schal „Hanseatische Tradition“ für dieses Spiel, im Vorfeld sollte im Stadion ein F-Jugend-Turnier stattfinden, dessen Finale in der Halbzeitpause ausgetragen wurde. Am Ende sollten 10.157 Zuschauer diesem Spiel beiwohnen und damit einen Löwenanteil an der Rettung des VfB Lübeck von 1919 leisten!

Das Ergebnis war an diesem Tag nur eine Randnotiz, soll aber dennoch nicht unerwähnt bleiben: Mustafa Zazai brachte den VfB zwar nach 13 Sekunden in Führung, am Ende gewann dann aber doch der HSV mit 4:1.

Drei Tage später durfte der VfB auch in der Regionalliga wieder ran und gewann beim FC Oberneuland mit 1:0. Mit dem gleichen Ergebnis konnten die Grünweißen auch den HSV-Nachwuchs am 20. April bezwingen. Beide Male erzielte Rückkehrer Andre Senger das Tor des Tages.

Wie bereits im ersten Teil unseres Rückblicks angekündigt, hatte auch Ex-Spieler Farai Mbidzo seine Hilfe angeboten und bot den VfB-Fans am 23. März im Schuppen 6 Reggae pur an. Über drei Stunden heizte er richtig ein. Die 300 Fans, die erschienen waren, bereuten ihr kommen nicht!

Im März erweiterte der Aufsichtsrat den Vorstand um eine weitere Person. Patrick Schymura ergänzt den Vorstand und ist seit dem für den Bereich Sponsorenakquise und –pflege zuständig.

Im Nachwuchsbereich verteidigte unsere A-Jugend die Spitze weiterhin eisern und auch die B-Jugend pirschte sich in der Regionalligatabelle immer weiter nach vorne. Erfolgscoach Michael Hopp gab im April ebenso seine Zusage für ein weiteres Jahr VfB-A-Jugend wie Serkan Rinal für die zweite Mannschaft. Außerdem gab der VfB die erste Neuverpflichtung für die neue Saison bekannt: Stefan Richter kehrte nach fast zweijähriger Abstinenz an die Lohmühle zurück.

VfB-Jahresrückblick Teil 1: Januar und Februar 2013

Torreiche Spiele im Mai, Weichenstellung in der Kaderplanung und ein Bundesliga-Aufstieg im Juni – Im dritten Teil unseres Jahresrückblicks zeigt die Stimmungskurve klar nach oben.