Unvergessen – bereits zum zehnten Mal jährt sich heute ein ganz besonderes Ereignis in der schleswig-holsteinischen Derbygeschichte: Vor exakt zehn Jahren, an einem Freitagabend im Oktober, genauer gesagt am 19.10.2007, war der VfB Lübeck mit seiner U23 bei Holstein Kiel zu Gast. Die von Torsten Flocken trainierte Mannschaft siegte seinerzeit sensationell mit 2:0-Toren, Claudius Weber erzielte beide Treffer, der Schlachtruf „Neunzehnter Zehnter – Claudius Weber“ war geboren.

„Als erstes in den Sinn kommt mir deren Schlagzeile im Stadionheft, in der das VfB-Logo in Form eines Tellers inklusive Besteck abgebildet war und darüber stand Vorspeise (!!!) geschrieben. Nun, wie wir uns alle erinnern, haben die sich damals wohl bereits an der Vorspeise verschluckt“, erinnert sich der heute 39-jährige. „Wir waren in dem Spiel unfassbar unterlegen und Kiel rannte ein ums andere Mal auf unser Tor zu. Doch an diesem besonderen Tag wollte der Ball ums Verrecken nicht in unser Tor. Mein Gegenspieler Holger Hasse hatte mir bestimmt zehn Mal gesagt, dass wir das nicht durchhalten würden. Die beiden erzielten Tore waren typisch für mich, denn beide fielen nach einem Konter. Der Rest dürfte wohl jedem bekannt sein.“

Claudius Weber ist anlässlich dieses Jubiläums am Samstag mit seiner Frau Ehrengast auf der Lohmühle zum Heimspiel gegen Germania Egestorf-Langreder (14 Uhr). Wir haben uns vor ein paar Tagen mit Claudius Weber über seine Zeit beim VfB und natürlich über diesen speziellen Tag unterhalten. Das komplette Interview mit unserem ehemaligen Stürmer gibts am Samstag in unserem Lohmühlen ECHO.

Bis heute geht ein wenig unter, dass der VfB auch das Rückspiel mit 2:1 gewinnen konnte. Am Ende dieser Oberligasaison wurde Holstein trotzdem Meister und die U23 stieg ab.