Keinen Sieger gab es am Samstagabend in Ostfriesland: Vor 2800 Zuschauern entführte der VfB Lübeck beim BSV Kickers Emden nach Pausenrückstand noch einen Punkt. Nach deutlich mehr als 90 Minuten war das 1:1-Unentschieden unter dem Strich auch verdient.

Im ersten Durchgang hatte der VfB die durchaus ansehnlichere Spielanlage, das Geschehen spielte sich weitestgehend in der Hälfte der Hausherren ab. Die Emder Pausenführung kam daher vor allem auch deshalb überraschend, weil die Ostfriesen zu dem Zeitpunkt etwas auszeichnete, was dem VfB fehlte – Kaltschnäuzigkeit. Während der VfB gute Möglichkeiten durch Dardan Karimani (6.), Rohin Shivani (11.), erneut Karimani (18.) und Mika Lehnfeld (31.) ungenutzt ließen, trafen die Emder mit der einzigen sich bietenden Gelegenheit: Tobias Steffen hatte an den Fünfmeter-Raum geflankt, wo Tido Steffens Mrijajs Unentschlossenheit eiskalt ausnutze und aus kurzer Distanz am chancenlosen Diestel vorbei ins Tor schoss (34.).

Es schien, als wolle sich Kickers Emden die Führung im zweiten Durchgang nachträglich verdienen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Emmerling, der genau wie einige weitere langjährige Vereinslegenden wie Torschütze Steffens, Tobias Steffen und Marten Schmidt im Rahmen des letzten Emder Heimspiels gebührend verabschiedet wurde, kam neben einigen Ecken und vielen weiten Einwurf-Flanken von David Schiller auch zu einigen guten Abschlüssen. Vor allem das Duo Steffen und Steffens tat sich dabei hervor: Zunächst war es Steffens, der sich den Ball an Pelzer vorbei legte und aus der Drehung abschloss, das Lübecker Gehäuse jedoch knapp verpasste (70.). Danach stellte Steffen Phillip Diestel mit einem strammen Freistoß vor Probleme (73.), ehe Lübecks Schlussmann erneut von Steffen freistehend überlupft wurde – der Ball senkte sich allerdings nicht ins sondern auf das Lübecker Tor (78.). Dem voraus gegangen war ein feines Zuspiel seines kongenialen Partners Tido Steffens.

Die Emder Führung ging mittlerweile in Ordnung, doch inmitten der Emder Abschiedsfeierlichkeiten schlug der VfB schließlich doch noch einmal zurück. Zunächst konnte der eingewechselte Ware Pakia freistehend Emdens Schlussmann Petzold nicht überwinden, doch ehe Abu-Alfa den Abpraller verwerten konnte, wurde er elfmeterreif gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Yusuf Wardak zum insgesamt verdienten Ausgleich.

Für den VfB geht es nun am kommenden Samstag ins letzte Heimspiel gegen Weiche Flensburg (16. Mai/18 Uhr).

Kickers Emden: Petzold – Herbst, Eickhoff, Schiller, Steffen (82. Stepantsev), Eilerts, Schmidt (53. Kaissis), Andresen (68. Adou), Siderkiewicz, Steffens (90. Igwe), Engel

VfB Lübeck: Diestel – Mrijaj, Pfundheller, Thiel, Wardak (87. Fili), Pelzer, Istefo, Shivani (62. Amadi), Karimani (72. Pakia), Lehnfeld (77. Abu-Alfa), Ramaki.

Schiedsrichter: Marvin Vogt

Tore: 1:0 Steffens (34.), 1:1 Wardak (85./FE)

Zuschauer: 2800

Gelbe Karten: Kaissis, Engel.

Foto: Agentur 54 Grad

By Published On: 9. Mai 2026Categories: 1. Herren
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