Torschütze Dardan Karimani brachte seine Mannschaft früh in Führung und sah die Grün-Weißen lange auf einem guten Weg: „Wir sind richtig gut ins Spiel gestartet und machen auch verdient das 1:0.“ Besonders nach der Pause habe der VfB zahlreiche Möglichkeiten gehabt, die Partie zu entscheiden. „Wir hatten viele Aktionen Richtung Tor, die wir einfach zu Ende bringen müssen – das 2:0, das 3:0.“ Dass dies nicht gelang, rächte sich in der Schlussphase: „Wenn du die Dinger vorne nicht machst, dann kommt der Gegner nochmal und macht den Ausgleich. Das ist natürlich bitter.“
Auch Cheftrainer Guerino Capretti analysierte die Partie in eine ähnliche Richtung. Seine Mannschaft habe über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, sei jedoch zu ineffizient geblieben: „Wir sind selbst schuld. Wenn wir die Tore nicht machen, dann bekommst du hinten einen rein – das ist im Fußball leider oft so.“ Besonders mit der Spielanlage und dem Pressing zeigte sich der Coach zufrieden: „Wir haben intensiv gegen den Ball gearbeitet und hatten einige Ballgewinne, die zu Torchancen geführt haben.“
Dennoch fehlte es im entscheidenden Moment an der nötigen Konsequenz: „Wir hatten klare Chancen – unter anderem durch Rohin Shivani und Yusuf Wardak – und müssen einfach ein Tor machen, dann gewinnst du das Spiel.“ Der späte Ausgleich fühlte sich entsprechend „wie eine Niederlage“ an. Zusätzlich haderte Capretti mit der Entstehung des Gegentreffers: „Wenn ich mir das Gegentor anschaue, war das auch eine Abseitssituation – also ein irreguläres Tor.“
Trotz allem bleibt der Blick nach vorne gerichtet. „Wir werden das analysieren, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wir müssen einfach durchschlagskräftiger werden“, so der VfB-Coach, der gleichzeitig den Fokus bereits auf die kommende Aufgabe richtet.
Denn mit dem anstehenden Stadtderby gegen den 1. FC Phönix Lübeck wartet das nächste Highlight. Auch Fabian Istefo machte deutlich, worauf es dabei ankommen wird: „Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel mit absolutem Siegeswillen.“ Die Zielsetzung ist klar: „Wir müssen da mit 100.000 Prozent reingehen und das Spiel auf jeden Fall ziehen – auch für die Fans.“
Damit ist die Marschroute für das prestigeträchtige Derby eindeutig: maximale Intensität, volle Entschlossenheit – und diesmal auch die nötige Konsequenz vor dem Tor.
Foto: Agentur 54 Grad
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