Zufriedene Gesichter bei den fast 1700 Fans, die zum letzten Härtetest vor dem in einer Woche anstehenden Saisonstart auf die Lohmühle gekommen waren, auf der sich der VfB Lübeck mit Sheffield Wednesday einen Gegner mit internationalem Flair anlässlich seines Jubiläums geladen hatte. Mit 1:0 bezwangen die Grün-Weißen den ambitionierten englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday und wussten dabei vor allem in der ersten Halbzeit zu überzeugen. Dennis Hoins erzielte kurz vor der Pause das Tor des Tages.

Ausgangslage

Für den VfB war es die Generalprobe und der letzte Kick vor dem Saisonstart am kommenden Samstag gegen den SSV Jeddeloh (27.7., 14 Uhr). Nach dem Pokalauftritt gegen den TSV Bordesholm am vergangenen Dienstag sollte das Spiel gegen Sheffield der zweite Heimauftritt für unsere Grün-Weißen binnen 72 Stunden sein. Unsere Gäste aus England haben noch eine Woche länger Zeit, um in den perfekten Wettkampfmodus zu gelangen. Die englische Championship startet für Sheffield am 3. August mit einem Auswärtsspiel beim FC Reading.

Die Aufstellungen

Genau wie beim Pokalspiel drei Tage zuvor setzte Rolf Landerl in seiner Startelf auf nur einen Sommer-Neuzugang. Diesmal schaffte es Ryan Malone in die Anfangsformation, ins Tor kehrte Benjamin Gommert zurück. Außerdem fanden Kresimir Matovina und Daniel Halke ihren Platz in der Startelf. Lukas Raeder, Dongsu Kim, Sven Mende und Marvin Thiel saßen zunächst auf der Bank.

Die Highlights

Den anfänglichen Respekt, der den Engländern deutliche Feldvorteile verschaffte, legte der VfB schnell ab und überzeugte in der Folge durch attraktives Kombinationsspiel durchs Mittelfeld. Immer wieder kamen die Grün-Weißen so gefällig vor das gegnerische Tor und zu Torabschlüssen. Die dickste Chance hatte Dennis Hoins, dessen Schuss aufs kurze Eck Sheffields Schlussmann Dawson mit einem tollen Reflex um den Pfosten lenkte. Bei einigen weiteren Distanzschüssen von Deichmann und Hoins, die knapp am Tor vorbeirauschten, musste der Torhüter nicht eingreifen.

In der 42. Minute allerdings musste er allerdings den Ball geschlagen aus dem Netz holen: Matovina fand die Lücke in der englischen Kette, Hoins tauchte frei vor Sheffields Keeper auf und schloss aus äußerst spitzem Winkel ab. Der Ball fand den Weg durch die Hosenträger des Torhüters ins Netz – 1:0!

Auf der anderen Seite hielt Gommert seine Farben im Spiel, als er gegen den durchgebrochenen Sam Winnall den Winkel so geschickt verkürzte, dass er dessen Abschluss zu einer von insgesamt fünf Ecken abwehrte.

In der zweiten Halbzeit ging der Spielfluss ob der vielen Spielerwechsel ein wenig verloren. Landerl tauschte in der Halbzeitpause gleich sieben Mal durch, im weiteren Spielverlauf noch zwei Mal. Sheffield nahm sein Wechselkontingent nicht vollständig in Anspruch, tauschte nur vier Mal. Zwei Wechsel davon entfielen allerdings auf die Torhüterposition: Der erst zur Pause gekommene Joe Wildsmith musste nach 35 Minuten und in der Folge eines Zusammenpralls mit Patrick Hobsch wieder verletzt ausscheiden, so dass Cameron Dawson noch einmal zwischen die Pfosten zurückkehrte.

Der VfB war trotz der Wechselflut jedoch mindestens ebenbürtig, so dass am Ende ein völlig verdienter Erfolg für den Jubilar in der Generalprobe stand.

So gehts weiter

Unsere Gäste aus Sheffield bleiben noch bis Sonntag in in der schönsten Stadt Schleswig-Holsteins, ehe sie am Sonntag zum Zweitligisten Holstein Kiel müssen. Am Montag geht es für den sympathischen Verein zurück in die Heimat. Für den VfB beginnt dann schon die Vorbereitung auf den Ernst des Fußballerlebens – den Punktspielstart gegen Jeddeloh.

Das Spiel im Stenogramm:

VfB Lübeck: Gommert (46. Raeder) – Weißmann (46. Kim), Arslan (65. Fernandes), Deichmann (46. Thiel), Malone, Grupe (75. Will), Halke (46. Lippert), Hoins (46. Schelle), Matovina (46. Mende), Parduhn (46. Hobsch), Riedel. 

Sheffield Wednesday FC: Dawson (46. Wildsmith/80. Dawson) – van Aken, Lee (46. Mc Gacuran), Fox, Pelupessy, Winnall, Atdhe (73. Forestieri), Santos Joao, Baker, Iorfa, Penney.

Tor des Tages: Dennis Hoins (42.)

Zuschauer: 1.695

Schiedsrichter: Max Rosenthal (Lübeck)