Mit leeren Händen kehrte der VfB Lübeck vom Auswärtsspiel bei der SV Drochtersen/Assel zurück. Dass eine Standardsituation die Entscheidung herbeiführen musste, spiegelt den Spielverlauf schon am besten wider.  Nico von der Reith erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß das Tor des Tages (70.).

Ausgangslage

Drochtersen war nach zuletzt zwei Siegen mit entsprechendem Selbstbewusstsein ausgestattet, zudem konnten sie auch die letzten beiden Vergleiche gegen den VfB im heimischen Kehdinger Stadion bereits für sich entscheiden.

Der VfB wollte in Drochtersen eine bis dahin erfolgreiche englische Woche veredeln. Nach dem 4:0 gegen Hannover 96 II erreichte er am Reformationstag mit dem Einzug ins Landespokal-Endspiel durch einen 3:1-Erfolg beim TSB Flensburg sein erstes Zwischenziel. 

Aufstellungen

Im Vergleich zum Hannover-Spiel nahm Rolf Landerl nur eine Veränderung vor. Für den mit Knieproblemen ausfallenden Marcel Schelle übernahm Daniel Halke. Die zuletzt im Pokal in Flensburg geschonten Ryan Malone, Tommy Grupe und Patrick Hobsch waren in Drochtersen wieder von Beginn an dabei. Auf der Bank vertrat Malte Schuchardt den mit Syndesmosebandriss nun länger ausfallenden Benjamin Gommert. Dazu gesellten sich mit Tim Weißmann, Sören Lippert, Corvin Bock und Jamie Shalom gleich vier weitere U23-Kicker. Nur Fabio Parduhn und Nicolas Hebisch hoben den Altersschnitt ein wenig.

Highlights

Den 898 Zuschauern bot sich eine insgesamt ereignisarme Begegnung. Vor allem vor den Toren passierte herzlich wenig. Nennenswertes ergab sich einzig nach Standards. So rauschte ein Freistoß von Ahmet Arslan nur knapp am Tor vorbei (3.) und Dennis Hoins köpfte nach erneutem Arslan-Freistoß knapp vorbei (31.). 

Drochtersen konzentrierte sich aufs Verteidigen und wagte erst nach einer guten halben Stunde erste Vorstöße, in Verlegenheit brachte man Lukas Raeder im VfB-Tor allerdings nicht.

Ein Deichmann-Schuss kurz vor der Strafraumgrenze war kurz nach dem Seitenwechsel die erste Offensivaktion aus dem Spiel heraus (51.), Arslans Freistoß fünf Minuten später konnte Siefkes mit beiden Fäusten über das Tor lenken (56.). 

Drochtersen wurde erstmals nach einer Stunde Spielzeit gefährlich. Eine Hereingabe von der linken Seite verpasste Freund und Feind und ging knapp am langen Pfosten vorbei (59.).

Riedels zum Torschuss verunglückte Flanke prüfte die Aufmerksamkeit des heimischen Torhüters (64.), während es auf der anderen Seite einschlug. Einen diskussionswürdigen Freistoß hämmerte Nico von der Reith aus der halblinken Position über Raeder hinweg zum 1:0 in die Maschen (70.).

Als dann auch noch Daniel Halke nach einem Pressschlag die gelb-rote Karte sah (75.), war die Messe gelesen. Andrijanic prüfte Raeder mit einem Schuss aus 18 Metern zentraler Position (80.), auf der anderen Seite versuchte es Riedel noch einmal aus der Distanz, ein Abwehrspieler hielt aber mutig den Kopf in diesen Gewaltschuss und klärte somit zur Ecke (85.).

So geht’s weiter…

Für den VfB steht ein weiteres Auswärtsspiel an, am kommenden Samstag geht es zum SSV Jeddeloh. Anstoß ist dort erst um 16 Uhr.

Foto: Agentur Lobeca

Das Spiel im Stenogramm

SV Drochtersen/Assel: Siefkes – Owusu (73. Wulff), Elfers, Andrijanic, Nagel, von der Reith, Behrmann, Neumann, Rogowski, Shehada (46. Shehada), Zeugner.

VfB Lübeck: Raeder – Kim, Arslan, Mende, Deichmann (79. Hebisch), Malone, Grupe, Halke, Hoins, Hobsch (87. Parduhn), Riedel.

Schiedsrichter: Kevin Rosin

Tore: 1:0 Nico von der Reith (69.)

Gelbe Karten: Shehada, Elfers, Nagel, Zeugner, Andrijanic – Riedel, Malone, Halke, Mende, Kim.

Gelb-Rote Karte: Halke (75./wdh. Foulspiel)

Zusschauer: 898