Der VfB Lübeck ist mit einem Erfolg in die Winterpause gegangen. Aufsteiger Altona 93 bezwangen die Burschen von Trainer Rolf Landerl drei Tage vor Heiligabend verdientermaßen mit 2:0 (0:0) und bleibt somit auf Schlagdistanz zum VfL Wolfsburg II.

Ausgangslage

Altona 93 hatte sein letztes Pflichtspiel am 29. November bestritten und fuhr dabei in Drochtersen den ersten Auswärtssieg der Saison an. Es war zugleich der erste Dreier nach zuvor sieben Sieglosspielen am Stück. Der VfB konnte seine letzten drei Partien allesamt gewinnen und hatte kräftig die Tormaschine angeworfen (15:1).

Die Aufstellungen

Beim VfB gab es für Rolf Landerl nach dem 5:0-Erfolg in Kiel keinen Anlass zu Veränderungen. Bei den Reservisten rückte Youngster JamieShalom für den angeschlagenen Kapitän Daniel Halke in den Kader.

Altona rückte mit einer äußerst dünnen Besetzung an, hatte nur drei Reservespieler und einen Ersatztorwart auf dem Spielberichtsbogen notiert. Von denen war laut Trainer Berkan Algan auf der anschließenden Pressekonferenz allerdings nur einer einsatzfähig. Unter den ersten Elf war mit Kubilay Büyükdemir zudem ein ehemaliger VfBer zu finden.

Die Highlights

Auf tiefem Geläuf nahm der VfB das Heft des Handelns schnell in die Hand. Eine Unsicherheit in der Altoner Hintermannschaft war erstmals in der dritten Minute auszumachen, als eine Deichmann-Flanke nur mit Mühe verteidigt werden konnte. Kurz darauf machte sich Nicolas Hebisch auf den Weg, konnte sich im Eins gegen Eins aber nicht entscheidend durchsetzen (5.). Zwei Minuten später brachte Hebisch den Ball erstmals per Kopf nach einer Thiel-Flanke aufs Tor, ernsthaft in Verlegenheit brachte er Torhüter Sallah dabe aber nicht (7.).

Jubeln konnte die Lohmühle nach etwas mehr als einer Viertelstunde, als Hebisch einen Abstauber (Arslan war zuvor gescheitert) über die Linie bugsierte – allerdings aus dem Abseits heraus (17.).

Die dickste Gelegenheit hatte wohl Ahmet Arslan, der aus rund 30 Metern den Torgiebel anvisierte, aber in Sallah seinen Meister fand (24.). Grupe per Kopf (25.) und ein weiterer langer Ball von Riedel, der sich gefährlich unter die Latte senkte (26.), umschrieben die wohl größte VfB-Drangphase im ersten Durchgang. Deichmann hatte fünf Minuten vor dem Pausentee noch einmal die Möglichkeit, der Winkel bei seinem Abschluss wurde jedoch zu spitz, so dass Sallah hielt, was ein Torwart halten muss (40.).

Auf der anderen Seite musste Lukas Raeder lediglich einmal eingreifen, als er einen Freistoß, der durch eine Kopfballverlängerung von Armel Gohoua, aus dem rechten unteren Eck holte. Es blieb bei der einzigen gefährlichen Offensivaktion der Altonaer über die gesamten 90 Minuten.

Dann wurde gewechselt: Die Seiten, aber auch taktisch (auf Viererkette) und personell (Parduhn für Weißmann). Und der Joker sollte auch sofort stechen. In der 52. Minute fiel dem Lübecker Jung der Ball auf den Fuß, aus 20 Metern hämmerte er die Kugel ohne zu zögern ins lange Eck – 1:0 (52.).

Und keine drei Minuten später stand unser Torjäger da, wo ein Torjäger eben stehen muss – am Fünfmeterraum. Von dort hatte Patrick Hobsch keine Mühe, die Kugel im kurzen Eck zu versenken. Arlsan hatte zuvor eingeleitet, Riedel aufgelegt (55.).

Der Drops war gelutscht, Altona in der Offensive zu harmlos. Auffällig waren hier die vielen Nickeligkeiten, die sich der sichtbar übermotivierte Kubilay Büyükdemir an alter Wirkungsstelle leistete und die erst spät mit einer gelben Karte geahndet wurden.

Der VfB hatte auf einem wahrlich nicht zum gepflegten Kurzpassspiel einladenden Untergrund dennoch schön anzusehende Ballstafetten anzubieten. Mendes Zuckerpass ließ die Zuschauer mit der Zunge schnalzen, Hebisch hatte das 3:0 auf dem Fuß – doch sein eigener Mitspieler stand dem Torerfolg im Wege (76.). Vier Minuten vor dem Ende war Malone noch einmal gewohnt wuchtig per Kopf nach einer Thiel-Flanke zur Stelle, verpasste das Tor jedoch nur knapp (86.). So blieb es am Ende bei einem völlig verdienten 2:0-Erfolg für Grün-Weiß.

So geht’s weiter…

Winterpause: Der VfB geht nach zwei Wochen Saisonverlängerung in die wohlverdiente spielfreie Zeit. Mitte Februar geht es voraussichtlich mit dem Nachholspiel beim FC St. Pauli II weiter. Über den genauen Termin können wir hoffentlich zeitnah informieren.

 

Das Spiel im Stenogramm

VfB Lübeck: Raeder – Weißmann (46. Parduhn), Arslan, Mende (82. Kim), Deichmann, Hebisch, Thiel, Malone, Grupe, Hobsch (78. Bock), Riedel.

Altona 93: Sallah – Dagott, Aminzadeh, Wachowski, Wohlers, Büyükdemir, Gohoua (73. Janowsky), Mundhenk, Varela Monteiro, Siebert, Sejdija.

Schiedsrichter: Yannick Rath (Bremen)

Tore: 1:0 Parduhn (52.), 2:0 Hobsch (55.)

Gelbe Karten: Mende, Weißmann, Deichmann – Gohoua, Aminzadeh, Büyükdemir

Zuschauer: 2662