Einem perfekten Geburtstag blieb die Krönung versagt. Zahlreiche Glückwünsche erreichten uns über den gesamten Tag, selbst Ex-Profi Alexander Iashvilli schickte seine Gratulation per Fax aus Georgien. Die Fans hatten in unzähligen Stunden Detailarbeit eine bundesligareife Choreographie ausgearbeitet, über 6000 Geburtstagsgäste fanden den Weg ins Stadion. Das Spitzenduell gegen den VfL Wolfsburg II allerdings ging trotz 1:0-Führung mit 1:2 verloren.

Die Ausgangslage

Seit März 2018 hatte der VfB kein Regionalligaspiel mehr auf heimischem Platz verloren. In die noch junge Regionalligasaison war der VfB mit fünf Siegen aus fünf Spielen zudem perfekt gestartet. Der VfL Wolfsburg hatte bereits ein ambitioniertes Programm mit Auswärtsspielen in Flensburg, Oldenburg und Bremen sowie unter anderem einem Heimspiel gegen den HSV II zu bewerkstelligen und hielt sich mit einer Ausbeute von 16 Punkten aus sechs Spielen weitestgehend schadlos.

Die Aufstellungen

Im Vergleich zur letzten Regionalligapartie gegen den FC St. Pauli II veränderte Rolf Landerl seine Anfangself auf XX Positionen. Dongsu Kim kehrte für Daniel Halke aufs Feld zurück, Ryan Malone übernahm den Part von Sven Mende. 

Die Highlights

Der VfB fand gut in die Partie, und setzte vor allem durch Ahmet Arslan Akzente. Zunächst setzte er sich gut im Strafraum durch, sein Pass in den Rückraum jedoch Beute des Wolfsburger Schlussmanns Phillip Menzel wurde (3.). Drei Minuten später konnte Wolfsburg einen seiner Freistöße nur mit Mühe klären (6.), ehe es in der 21. Minute tatsächlich klingelte. Einen Deichmann-Pass, den die beiden Wolfsburger Innenverteidiger durchrutschen ließen, nahm Arslan dankend auf und behielt frei vor Menzel kühlen Kopf – 1:0 (21.).

Wolfsburg fand nach einer halben Stunde erstmals gefährlich den Weg vors Raeder-Tor, doch ein Kopfball von John Iredale ging knapp an der Kiste vorbei (38.). Kurz vor der Pause hatte Arlsan dann das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte diesmal aber frei vor Menzel nach zuvor tollem Schelle-Pass (40.), eine gefährliche Hereingabe vors Tor fand zudem keinen Abnehmer (42.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dann deutlich besser in der Partie. Hielt Raeder seine Mannen mit einem Klasse-Reflex gegen Karamoko zunächst noch im Spiel (51.), war er kurze Zeit später gegen ihn machtlos – 1:1 (70.). Und nur drei Minuten später war die Partie komplett gedreht, weil Dominik Marx aus der Distanz traf (73.). Raeder verhinderte dann schlimmeres, als er einen Rizzi-Freistoß aus dem Winkel kratzte (90.+1).

Der VfB tat erst in der Schlussphase der Partie wieder etwas für die Offensive, doch Ryan Malone ließ freistehend vor Menzel eine Großchance aus (90.+6), bei Arslans Ausgleichstreffer traf der Assistent eine äußerst knappe Abseitsentscheidung (98.).

Fazit

Der Sieg der Gäste war vor allem aufgrund des zweiten Durchganges verdient, Lukas Raeder verhinderte mit zwei Glanztaten einen höheren Rückstand.

Besonderes

Ein heftiges Gewitter zog an der Lohmühle vorbei. Ein Blitzeinschlag sorgte für einen Stromausfall in Teilen Lübecks. Dem entsprechend war auch das Flutlicht an der Lohmühle für einen Moment weg. Das Notstromaggregat brachte die Flutlichtanlage aber schnell wieder auf volle Betriebstemperatur.

So geht’s weiter

Am kommenden Sonntag haben unsere Grün-Weißen im dritten Auswärtsspiel der Saison den dritten Aufsteiger vor der Brust. Erstmals geht es für den VfB-Tross zum HSC Hannover.

Das Spiel im Stenogramm

VfB Lübeck: Raeder – Weißmann, Kim (89. Parduhn), Arslan, Deichmann (82. Hebisch), Malone, Grupe, Schelle (69. Mende), Matovina, Hobsch, Riedel.

VfL Wolfsburg II: Menzel – Siersleben, Karamoko (80. König), Justvan, Horn (46. Hamadi), Iredale, Edwards, Yeboah Zamora (90.+3 Stach), Rizzi, Möker, Marx.

Schiedsrichter: Timo Daniel

Zuschauer: 6.157

Tore: 1:0 Arslan (22.), 1:1 Karamoko (70.), 1:2 Iredale (73.)

Gelbe Karten: Schelle, Grupe, Hobsch, Malone – Karamoko, Siersleben