Freude / Jubel / Torjubel nach dem 2:0 durch A. Abou Rashed (VfB Lübeck II zweiter von Rechts)

U21 verteidigt die Spitze – U19 und U17 in Lauerstellung – U15 steigt auf


Drei Auswärtserfolge und ein Aufstieg in die höchste Spielklasse der Altersklasse: Das Wochenende der Hansekicker war überaus erfolgreich.

U15 schafft den Sprung in die Regionalliga

Nach zweijähriger Abstinenz ist die U15 des VfB Lübeck auf der höchsten Spielebene ihrer Altersklasse zurück: Durch einen 4:0-Erfolg am Freitagabend gegen TuS Nortorf sicherten sich die Jungs von Trainer Ole Oberbeck drei Spieltage vor dem Ende die SH-Liga-Meisterschaft und somit den direkten Aufstieg in die Regionalliga Nord. Entsprechend groß war die Freude beim Trainerteam: „Wir haben hier eine überragende Truppe zusammen, so dass schon viel Wehmut aufkommt, wenn wir bald auseinander gehen“, so Oberbeck.

Die Partie und somit die Meisterschaft war bereits nach 25 Minuten entschieden, weil Jermaine de Guzman (4.), Philipp Puy (13.) und Jasper Schnoor (25.) auf 3:0 gestellt hatten. Timon Burmeister setzte unmittelbar nach dem Seitenwechsel den Schlusspunkt (39.).

U21 verteidigt die Tabellenführung

Die U21 hat auf dem Weg zum Oberliga-Aufstieg die nächste schwere Auswärtshürde genommen. Nach dem Erfolg beim Herbstmeister GW Siebenbäumen vor 14 Tagen setzte die Mannschaft von Trainer Serkan Rinal beim drittbesten Rückrundenteam Preußen Reinfeld nun das nächste Ausrufezeichen und gewann mit 3:0.

„Wir waren sehr fokussiert und haben vor allem defensiv den Grundstein für diesen Sieg gelegt“, freute sich Trainer Serkan Rinal über den Sieg, den Enes Dagli mit seinem Treffer in der 23. Minute einleitete. „Wir wissen, wann wir die Siege erarbeiten müssen und wann wir diszipliniert agieren müssen. Es war ein sehr intensives Spiel wo wir komplett gut eingestellt waren.“

Abdullah Abou Rashed sorgte kurz nach dem Seitenwechsel für die umjubelte Vorentscheidung (49.), Ramyar Ismail setzte drei Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt.

Am kommenden Samstag (16 Uhr, Lohmühle) steht nun das absolute Topspiel zwischen dem VfB und dem punktgleichen Verfolger FC Dornbreite an. Nur ein Tor trennen die beiden – Hitchcock hätte das Drehbuch kaum besser schreiben können.

U19 siegt in Lüneburg

Durch einen 3:1-Auswärtssieg gegen Treubund Lüneburg hat sich die U19 des VfB Lübeck den dritten Rang in der Regionalliga zurückerobert. Der Rückstand auf den Relegationsplatz zum TSV Havelse beträgt weiterhin fünf Zähler. „Sollte die Konkurrenz patzen, wollen wir da sein“, gibt VfB-Trainer Julian Meese das Ziel für die letzten drei Spiele vor.

Gegen Lüneburg taten sich seine Schützlinge schwer. Die Gäste konnten nicht an die spielerisch überzeugenden Auftritte der Vorwochen anknüpfen. Trotzdem gingen sie in Front. Nach einer Ecke traf Sören Todt aus der Drehung zum 1:0 (8.).

In der Folge hatte Lüneburg mehr vom Spiel. Doch zunächst hatten die Lübecker die besseren Chancen. Nach einer Kopfballverlängerung von Todt tauchte Ferhat Sarioglu plötzlich freistehend vor dem Tor auf. Sein Schuss ging über das Tor.

Die Hausherren wurden immer wieder nach ruhenden Bällen gefährlich. Gleich zweimal parierte VfB-Schlussmann Konstantin Hebes. Kurz vor der Pause profitierten die Lübecker von einem Torwartfehler auf der anderen Seite. Ferhat Sarioglu staubte einen Abpraller zum 2:0 ab (44.).

Auch der zweite Spielabschnitt blieb zerfahren und ausgeglichen. „Wir waren zu keiner Zeit dominant. Dafür hätte es einer höheren Laufleistung, eines genaueren Passspiels und einer kompakteren Defensive bedarft“, war Meese insgesamt unzufrieden mit dem Auftritt. Die Lüneburger bestraften kurz nach der Halbzeit die Nachlässigkeiten der Gäste. Aus dem Gewühl heraus verkürzte Malte Meyer für den Abstiegskandidaten auf 1:2 (49.).

Nach einer knappen Stunde stellte Til Weidemann mit dem 3:1 den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (58.). Wiederum machte Lüneburgs Keeper keine gute Figur. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieb es letztlich beim wenig überzeugenden Sieg der Lübecker.

U17 gewinnt in Oldenburg

⁠⁠⁠Zwischen Platz sechs und Platz neun liegen drei Spieltage vor Saisonende gerade einmal zwei Punkte. Es bleibt eng für unsere U17 in der Regionalliga Nord – Rechenspiele sind in beide Richtungen noch möglich.

Ein Grund dafür ist der 3:2-Erfolg der Mannschaft von Jan-Philipp Kalus beim JFV Nordwest. „Wir sind etwas schlechter gestartet. Das Gegentor hat die Truppe dann allerdings etwas wütend gemacht“, beschrieb „Kalle“ die Anfangsphase, in der sie den Rückstand durch Marcel Skawinski (16.) hinnehmen musste.  „Danach wuren wir mutiger, das Spiel ausgeglichener.“ Ein Doppelschlag noch vor dem Seitenwechsel brachte den VfB in Führung: Zunächst verwandelte Felix Schmidt einen Elfmeter (30.), zwei Minuten später profitierten die Grünweißen von einem Eigentor (32.). „Der Doppelschlag vor der Pause brachte uns auch Feldüberlegenheit.“

Der Sieg geriet zwölf Minuten vor dem Ende in Gefahr, als Willem-Hendrik Hoffrogge für die Gastgeber zum Ausgleich traf (68.). „Schwindende Kräfte“ und eine „Unaufmerksamkeit“ hatte Kalus da ausgemacht.

Mit einem guten Konter und einer gehörigen Portion Willen gelang dem VfB kurz vor dem Ende der erneute Führungstreffer durch Marius Kluge (77.). „Ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ende für uns“, resümierte der junge VfB-Coach.