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Im Blickpunkt: SV Drochtersen/Assel


Der Mai startet mit dem letzten noch offenen Nachholspiel: Am Dienstag, den 2. Mai geht es für den VfB zum Vorjahresvierten und -aufsteiger SpVgg Drochtersen/Assel.

Das Zweite Jahr ist immer das Schwerste

Diese alte Fußballerweisheit bewahrheitete sich bei der SpVgg Drochtersen/Assel in dieser Spielzeit nur bedingt. Die Saison 2015/2016 war für den Aufsteiger zugleich die Erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Man beendete das Premierenjahr in der Regionalliga nicht nur auf dem vierten Tabellenplatz, sondern qualifizierte sich dank eines Husarenstreichs beim damaligen Tabellenführer VfB Oldenburg auch für den DFB-Pokal. Dort hatte man zu Saisonbeginn den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zu Gast und schlug sich bei der 0:1-Niederlage achtbar.

Dass diese Erfolge nicht zwangsläufig zu wiederholen sind, war fast logisch. Somit ist in dieser Saison Normalität eingekehrt. Die „Drosseln“ arbeiteten sich nach zwischenzeitigem Abstiegskampf auf den aktuellen siebten Tabellenplatz vor, haben die 40 Punkte-Marke, die zum Klassenerhalt in der Regel reicht, längst übersprungen. Am vergangenen Freitag gelang gegen Hannover 96 II ein deutlicher 4:1-Heimerfolg,  Der Vorsprung auf den derzeit ersten Absteiger beträgt komfortable 12 Zähler. Überraschend kam sicherlich das frühe Aus im Landespokal. Durch das 0:2 beim Oberligisten 1.FC Wunstorf ist eine Wiederholung des Vorjahreswunders ausgeschlossen. Insgesamt gilt: Das zweite Jahr ist nicht unbedingt schwerer, es ist im Fall von Drochtersen/Assel normaler.

Drochtersen mit stärkster Abwehr

Beachtenswert ist, dass Drochtersen/Assel die mit Abstand defensivstärkste Mannschaft der Liga stellt. Gerade einmal 26 Gegentreffer kassierte die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen in 29 Partien, in acht Spielen blieb man dabei ohne Gegentreffer, mehr als zwei Gegentore gab es in keiner Regionalligapartie.

In der Rückrunde allerdings gab es nur ein Spiel ohne Gegentor – im vorletzten Heimspiel gegen den Hamburger SV II. Der 4:0-Erfolg war zugleich der höchste Saisonsieg.

Heimstark: Drochtersen mit nur zwei Niederlagen

Genau wie der VfB konnte Drochtersen/Assel nur zwei Mal auf heimischem Platz bezwungen werden. Am dritten Spieltag (es war zugleich das dritte Heimspiel) gab es ein 0:1 gegen den FC St. Pauli II, gegen den SV Meppen folgte im März beim 0:2 die zweite Pleite. Ansosten stehen sieben Siege und sechs Unentschieden in der Bilanz. Der VfB weiß allerdings, wie man in Drochtersen noch dazu unter Flutlicht gewinnt: Im vergangenen Jahr gab es ein deutliches 4:1, André Senger und Maurice Maletzki erzielten seinerzeit jeweils zwei Treffer.

Gespielt wird…

… im Kehdinger Stadion in Drochtersen, das für gewöhnlich 2500 Zuschauer fasst. Nach dem Traumlos „Borussia Mönchengladbach“ wollte man einen Umzug in ein anderes, pokaltaugliches Stadion unter allen Umständen vermeiden. Die Verantwortlichen krempelten kräftig die Ärmel hoch, erhöhten mittels mobilen Tribünen die Zuschauerkapazität auf über 7000 und schafften auch alle weiteren Voraussetzungen, das Pokalspiel im eigenen Wohnzimmer durchzuführen. Inzwischen ist wieder alles beim Alten. Mit durchschnittlich 870 Zuschauern ist man nach den Traditionsvereinen SV Meppen, VfB Oldenburg und VfB Lübeck fast gemeinsam mit dem VfV Hildesheim „best of the rest“ im Zuschauerranking.