Im Blickpunkt: SV Drochtersen/Assel

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Im Blickpunkt: SV Drochtersen/Assel

Flutlichtspiel Nummer eins in der Rückrunde: Am kommenden Freitag geht es für den VfB zum Vorjahresvierten und -aufsteiger SV Drochtersen/Assel.

Das Zweite Jahr ist immer das Schwerste

Diese alte Fußballerweisheit bewahrheitet sich beim SV Drochtersen/Assel nur bedingt. Die Spielzeit 2015/2016 war für den Aufsteiger zugleich die Erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Man beendete das Premierenjahr in der Regionalliga nicht nur auf dem vierten Tabellenplatz, sondern qualifizierte sich dank eines Husarenstreichs beim damaligen Tabellenführer VfB Oldenburg auch für den DFB-Pokal. Dort hatte man zu Saisonbeginn den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zu Gast und schlug sich bei der 0:1-Niederlage achtbar.

In dieser Saison ist Normalität eingekehrt. Die „Drosseln“ sind aktueller Tabellenelfter, der Vorsprung auf den derzeit ersten Absteiger beträgt komfortable elf Zähler. Überraschend kam sicherlich das Aus im Landespokal. Durch das 0:2 beim Oberligisten 1.FC Wunstorf ist eine Wiederholung des Vorjahreswunders ausgeschlossen.  Insgesamt gilt: Das zweite Jahr ist nicht unbedingt schwerer, es ist normaler.

Drochtersen mit stärkster Abwehr

Beachtenswert ist, dass die beiden defensivstärksten Mannschaften der Liga aus der unteren Tabellenhälfte kommen. Noch vor dem VfV Hildesheim (18 Gegentreffer) liegt mit Abstand unser nächster Auswärtsgegner: Gerade einmal 14 Gegentreffer kassierte die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen, in sieben Partien blieb man dabei ohne Gegentreffer, lediglich in zwei Spielen gab es mit jeweils zwei Gegentreffern „die Hütte voll“. Sowohl in Meppen als auch in Rehden kassierte Drochtersen die höchsten Saisonniederlagen (jeweils 0:2).

Somit kommt es zum interessanten Torhütervergleich: Drochtersens Patrick Siefkes folgt im Ranking „Weiße Weste“ keinem geringeren als unserem Schlussmann Jonas Toboll, der acht Mal zu Null spielte und somit den Ligabestwert hält.

Heimstark: Drochtersen mit nur einer Heimniederlage

Im heimischen Kehdinger Stadion kassierte Drochtersen in dieser Saison erst eine Niederlage. Am dritten Spieltag (es war zugleich das dritte Heimspiel) gab es ein 0:1 gegen den FC St. Pauli II. Der VfB weiß allerdings, wie man in Drochtersen unter Flutlicht gewinnt: Im vergangenen Jahr gab es ein deutliches 4:1, André Senger und Maurice Maletzki erzielten seinerzeit jeweils zwei Treffer.

Gespielt wird…

… im Kehdinger Stadion in Drochtersen, das für gewöhnlich 2500 Zuschauer fasst. Nach dem Traumlos „Borussia Mönchengladbach“ wollte man einen Umzug in ein anderes, pokaltaugliches Stadion unter allen Umständen vermeiden. Die Verantwortlichen krempelten kräftig die Ärmel hoch, erhöhten mittels mobilen Tribünen die Zuschauerkapazität auf über 7000 und schafften auch alle weiteren Voraussetzungen, das Pokalspiel im eigenen Wohnzimmer durchzuführen. Inzwischen ist wieder alles beim Alten. Mit durchschnittlich 862 Zuschauern ist man nach den „Traditionsvereinen SV Meppen, VfB Oldenburg und VfB Lübeck als Vierter „best of the rest“ im Zuschauerranking.

Das Hinspiel…

…endete Ende August 1:1-Unentschieden. Florian Nagel brachte den Gast vor 1.047 Zuschauern in Front, Maurice Maletzki glich im zweiten Durchgang aus.

Von | 2017-03-28T12:36:38+00:00 15. Februar 2017|1. Herren|