Der SV Werder Bremen hat in einer Pressemitteilung vom heutigen Tage zum Verhalten seines Spielers Maik Lukowicz Stellung genommen. Die dortigen Ausführungen, mit denen nun offenbar Vorwürfe an den VfB Lübeck erhoben werden sollen, hat der VfB Lübeck mit Befremden zur Kenntnis genommen. Der VfB Lübeck hat dem Spieler Maik Lukowicz zu keinem Zeitpunkt rechtes Gedankengut vorgeworfen und tut dies auch jetzt nicht. Demgemäß hat der VfB Lübeck nicht behauptet, dass der Spieler mit seiner Geste eine bestimmte politische Haltung ausdrücken wollte. Auch das Vorstandsmitglied des VfB Lübeck, Florian Möller, hat zu den inneren Beweggründen des Spielers keinerlei Aussage getroffen, sondern sich nur zu den objektiven Geschehnissen geäußert. Tatsache ist Folgendes:

Bereits kurz nach dem Torjubel des SV Werder Bremen zum 2:0 wurden die Verantwortlichen des VfB Lübeck von Fanvertretern und von VIP-Logenbesuchern darüber informiert, dass ein Spieler des SV Werder Bremen in Richtung des VfB Fanblocks G 6 den deutschen Gruß präsentiert haben soll. Am Samstag erhielt der VfB Lübeck dann Videomaterial zu der betreffenden Szene. Die Aufnahmen zeigen, dass der Bremer Spieler mit der Nummer 16 in Richtung des VfB Fanblocks mit ausgestrecktem rechten Arm und ausgestreckter rechter Hand posiert. Die Aufnahmen zeigen weiter, dass er daraufhin von seinem Kapitän Florian Bruns im Genick gepackt, weggeschubst und mit einer klaren Ansprache überzogen wird. Die Aufnahmen zeigen darüber hinaus, dass auch der Bremer Spieler mit der Nummer 25 aufgebracht auf den Spieler Lukowicz zuläuft, ihn schubst und auf ihn einredet. Schließlich ist zu sehen, dass die Becherwürfe von der Haupttribüne, die der VfB Lübeck trotz der schweren Provokation durch den Bremer Spieler verurteilt, erst beginnen, nachdem der Spieler Lukowicz die angesprochene Pose gezeigt hat.

VfB Vorstandssprecher Thomas Schikorra sagt hierzu: „Emotionen gehören zum Fußball und Fehler passieren. Tatsache ist aber, dass unsere Zuschauer und auch wir über diese Geste empört waren und sind. Wie sie gemeint war, kann nur der Spieler selbst beantworten und ist abschließend nicht von uns, sondern von den zuständigen Stellen beim Verband zu bewerten. Unabhängig davon, dass wir dem Spieler keine politischen Motive unterstellen, handelte es sich in jedem Fall um eine außergewöhnliche Unsportlichkeit. Wir hätten uns daher gewünscht, dass der Spieler und der SV Werder Bremen mit einer ehrlichen Entschuldigung an uns herantreten und man beim SV Werder Bremen nicht anfängt, öffentlich die Fehler bei anderen zu suchen.“