Marvin Thiel (VfB Lübeck) hockt nach dem Spiel enttäuscht auf dem Platz

VfB unterliegt beim HSV mit 0:1


Die Reaktion auf die 1:3-Heimpleite gegen den TSV Havelse unter der Woche stimmte zwar, in Punkte konnte der VfB Lübeck diese am Freitagabend beim Hamburger SV II jedoch nicht umsetzen: Trotz zum Teil glasklarer Torgelegenheiten verlor der VfB am Ende mit 0:1 (0:1) durch ein Knoell-Tor aus der fünften Spielminute.

Trainer Rolf Landerl musste den gelbgesperrten Marc Lindenberg ersetzen und rotierte im Vergleich zum Havelse-Spiel zudem auch Stefan Richter und Jan-André Sievers auf die Bank. Dafür rückten Marvin Thiel, Kubilay Büyükdemir und Panajiotis Haritos in die Startelf, Aleksander Nogovic nahm die freigewordene Innenverteidigerposition ein.

Der VfB war zunächst hellwach und hatte durch Panajiotis Haritos gleich in der ersten Spielminute die erste gute Gelegenheit, Torhüter Tom Mickel war jedoch auf dem Posten (1.). Danach wurden Landerls Burschen eiskalt erwischt – zu allem Überfluss auch noch vom eigenen Mann: Andy Gomig spielte den Ball exakt in den Lauf von Knoell, der sich frei vor Toboll keine Blöße gab und die Kugel zur Führung versenkte (5.).

Der VfB wirkte einige Momente verunsichert, ließ in dieser wohl schwächsten Phase dennoch keine weiteren Möglichkeiten zu. Nach einer knappen Viertelstunde war man wieder in der Spur und kam in der Folgezeit zu einigen Hochkarätern: Thiel traf den Ball völlig freistehend nach Haritos-Zuarbeit nicht voll (14.), Büyükdeimir bekam nach mustergültiger Gomig-Flanke zu wenig Druck auf den Kopfball (21.) und Haritos hatte zu spät registriert, dass das in seinem Rücken befindliche Tor nach feiner Maletzki-Vorarbeit völlig leer war: Statt es aus der Drehung selbst zu versuchen oder auf den noch besser postierten Thiel weiterzuleiten, zögerte er zu lange (27.).

Nach dem Seitenwechsel und mit Gary Noel als zusätzliche Offensivkraft ging es weiter fast ausschließlich in Richtung HSV-Tor, doch Haritos klebte heute das Pech am Stiefel: Völlig frei vor Mickel brachte er den Ball auch im zweiten Durchgang nicht im Tor unter und schoss den Hamburger Schlussmann förmlich „berühmt“ (53.).

Büyükdemir (60.), Noel (70.) und Thiel (89.) hatten weitere Möglichkeiten auf dem Fuß –der erlösende Treffer allerdings sollte einfach nicht fallen. Jonas Toboll blieb auf der anderen Seite hingegen weitestgehend beschäftigungslos.

Für den VfB geht es am nächsten Freitag mit einem Heimspiel gegen den SV Eichede weiter. Anstoß ist um 19:30 Uhr.

Hamburger SV II: Mickel – Oschkenat, Haut, Porath (87. Stark), Waldschmidt, Knoell (90. Carolus), Götz, Feka, Ronstadt (72. Küc), Behounek, Janjicic

VfB Lübeck: Toboll – Gomig, Nogovic, Sirmais, Meyer, Thiel, Büyükdemir (83. Ismail), Gebissa, Haritos (72. Richter), Maletzki (46. Noel), Marheineke

Schiedsrichter: Andre Schönheit

Tor des Tages: 1:0 Knoell (5.)

Gelbe Karten: Knoell – Marheineke, Nogovic