Es war noch längst nicht alles Gold was glänzte, doch die unter dem Strich auch völlig verdienten drei Punkte zum Start in die Saison 2019/2020 sind in Sack und Tüten. Am Nachmittag gewann der VfB gegen den SSV Jeddeloh mit 3:1 (2:0).

Ausgangslage

Der VfB war, abgesehen von einer Niederlage über eine verkürzte Spielzeit beim Belt-Cup unbeschadet durch die Vorbereitung gegangen. Auch das erste Pflichtspiel im Landespokal gegen den TSV Bordesholm entschied der VfB deutlich für sich (4:0) und feierte in der Vorwoche eine gelungene Generalprobe gegen Sheffield Wednesday. Jeddeloh musste hingegen am vergangenen Wochenende im Niedersachsen-Pokal schon die Segel streichen, unterlag dem VfB Oldenburg in der Quali-Runde mit 4:6 nach Elfmeterschießen.

Die Aufstellungen

Trainer Rolf Landerl vertraute zum Auftakt auf seine eingespielte Mannschaft aus dem vergangenen Jahr. Die fünf Neuzugänge Lukas Raeder, Miguel Fernandes, Ryan Malone, Sören Lippert und Marcel Schelle nahmen neben Kresimir Matovina und Fabio Parduhn auf der Bank Platz. Nicolas Hebisch ist weiterhin noch angeschlagen und war somit nicht im Kader.

Die Gäste wurden vom Ex-VfBer Kevin Samide als Kapitän angeführt. Mit Torhüter Pelle Boevink sowie Tim van de Schepop und Jeremy van Mullem waren gleich drei Neuzugänge aus den Niederlanden in der Anfangself. 

Highlights

Das erste Highlight bekamen die 2.413 Zuschauer schon vor dem Anpfiff zu sehen. Die Choreo zur offiziellen Eröffnung der Pappelkurve war großartig und gab dem Saisonauftakt einen stilvollen Rahmen. Die Burschen auf dem Platz hingegen wirkten zu Beginn nervös. Viele Pässe, vor allem auch im hinteren Drittel, wurden zu unsauber gespielt und ließen den Atem das eine oder andere Mal stocken. Ernsthaft in Gefahr geriet das von Benjamin Gommert gehütete Tor in dieser Phase allerdings nicht.

Anders auf der Gegenseite: Hier nutzte Ahmet Arslan einen Lapsus in der Jeddeloher Hintermannschaft aus, setzte sich zunächst gegen seinen Gegenspieler und dann auch gegen den weit aus dem Tor herausgeeilten Gästekeeper Pelle Boevink durch, um den Ball aus rund 25 Metern ins leere Tor zu schieben (20.).

Fortan war der VfB besser im Spiel, hatte beim Kopfball von Patrick Hobsch zunächst etwas Pech (30.). Bei Marvin Thiels Hereingabe (43.), nach zuvor guter Vorteilsauslegung des Unparteiischen Murat Yilmaz, fehlte kurz vor der Pause aber die letzte Konsequenz, die jedoch nur Augenblicke später Tommy Grupe an den Tag legte. Nach einer Ecke traf er aus der Drehung flach ins linke untere Eck zur 2:0-Führung (43.). Arslan scheiterte nach feinem Zuspiel wenige Augenblicke vor dem Pausenpfiff an Boevink (45.).

Nach dem Seitenwechsel verpasste es der VfB gleich mehrfach, die Führung frühzeitiger auszubauen. Thiel verfehlte das Tor zunächst knapp, Sekunden später vergab Grupe völlig freistehend das Gehäuse (53.), eine Minute später wurden Arslan und Hoins bei ihren Versuchen abgeblockt (54.). Als Jeddelohs Moritz Seifert eine Nachlässigkeit in der Lübecker Abwehrkette mit einem Schuss in den Winkel zum Anschluss nutzte (58.), hatte man zunächst die Befürchtung, dass sich der Chancenwucher rächen würde. Auf der Gegenseite traf Arslan dann auch nur den Pfosten (62.), ehe Patrick Hobsch nach schöner Hoins-Vorarbeit doch schnell wieder den alten Zwei-Tore-Abstand herstellte – 3:1 (64.).

Hobsch, der kurz danach gegen Parduhn ausgetauscht wurde, hätte sogar nach Arslans Kopfball-Ablage einen Doppelpack schnüren können, verpasste aber ebenso knapp wie der später eingewechselte Marcel Schelle sieben Minuten vor dem Ende (83.). Auch aus dem Luftloch von Boevink schlug der VfB kein Kapital mehr.

Fazit

Aller Anfang ist schwer – kaum passte dieses Sprichwort einmal besser als auf den Saisonstart unserer Grün-Weißen. Und dennoch gab es vor allem aufgrund des enormen Chancenplus keine Zweifel am Verdienst des lübschen Erfolgs.

So gehts weiter…

Es wartet direkt eine englische Woche auf unsere Mannschaft. Am kommenden Mittwoch geht es zum Aufsteiger Altona 93, am kommenden Samstag haben wir den Lüneburger SK zu Gast.

VfB Lübeck: Gommert – Weißmann, Kim, Arslan (79. Malone), Mende, Deichmann (66. Schelle), Thiel, Grupe, Hoins, Hobsch (71. Parduhn), Riedel.

SSV Jeddeloh: Boevink – Ziga, van Mullem, Hahn (57. von Aschwege), van de Schepop, Oltmer (66. Töpken), Minns, Samide (73. Fredehorst), Tönnies, Seiffert, Bastürk

Schiedsrichter: Murat Yilmaz

Zuschauer: 2.413

Tore: 1:0 Arslan (20.), 2:0 Grupe (43.), 2:1 Seiffert (58.), 3:1 Hobsch (64.)

Gelbe Karten:

Rote Karten: