Der Auftritt im DFB-Pokal vor acht Tagen hat natürlich Appetit auf mehr gemacht. Umfeld und Mannschaft lechzen förmlich danach, auch in der Saison 2020/2021 wieder im bundesweiten Wettbewerb dabei zu sein.

Dazu muss der VfB den Titel im Landespokal verteidigen. Der erste Schritt dafür ist bereits mit dem 6:0-Erfolg über den TSV Bordesholm Mitte Juli getan. Im Viertelfinale wartet am Mittwoch nun der Oberligist PSV Neumünster auf die Grün-Weißen. Anstoß ist um 18 Uhr.

Den Neumünsteranern wird, auch wenn sie selbst nichts davon wissen wollen, in der Oberliga Schleswig-Holstein eine Favoritenrolle zugedacht, zumindest sind sie aber ein Anwärter auf einen Platz im vorderen Drittel. Die Transferpolitik lässt diese Rückschlüsse auch durchaus schlüssig erscheinen. Allein vom Zweitliganachwuchs Holstein Kiel, der in der vergangenen Saison sicher den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord einfuhr, wechselten mit Timo Barendt, Florian Foit, Jannik Braun, Maurice Knutzen und Grady Zinkondo gleich fünf Spieler zu den „Polizisten“. Barendt selbst kennt die Lohmühle, spielte in der Saison 2014/15 für die Grün-Weißen. Mit Fyn Claasen (SV Eichede), Nico Bruns (Eutin 08) und Bennet Rantzsch (VfR Neumünster) holte man sich reichlich Oberliga Erfahrung dazu.

Der Start in der Liga verlief aber weniger zufriedenstellend. Zum Auftakt gab es gegen Kropp einen 3:1-Sieg, ehe es ausgerechnet bei der U23 des VfB eine herbe 0:5-Klatsche setzen sollte. Die Wiedergutmachung gelang am vergangenen Wochenende zwar mit einem 3:2-Sieg in Eichede, doch am vergangenen Wochenende folgte auf heimischem Platz eine weitere 0:5-Packung – diesmal gegen den 1. FC Phönix.

In der ersten Runde des Landespokals fegte Neumünster mit einem klaren 7:1-Kantersieg über Preußen Reinfeld hinweg.

Erstmals ist der PSV nach dem Abstieg des jahrzehntelangen Neumünsteraner Platzhirschen VfR die Nummer 1 der Stadt. Und es scheint, als wolle die Mannschaft von Trainer Thomas Möller, selbst ehemaliger Zweitligaspieler des VfB und auch ehemaliger Trainer des Lokalrivalen VfR Neumünster, diesen Vorsprung nunmehr deutlich ausbauen.

Der Halbfinal-Gegner des Siegers dieser Partie steht im Übrigen schon fest. Im Oktober wartet der TSB Flensburg auf den PSV oder den VfB. Im zweiten Halbfinale trifft der SV Todesfelde auf den Sieger der Viertelfinalpaarung zwischen dem SC Weiche Flensburg und dem Heider SV, das allerdings immer noch nicht terminiert ist.

Foto: Agentur 54 Grad