Im Blickpunkt: SSV Jeddeloh II

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Im Blickpunkt: SSV Jeddeloh II

Dritter Versuch: Nach den Spielausfällen Anfang Februar und Anfang März soll es mit der Heimpartie nun endlich klappen: Der SSV Jeddeloh II ist erstmals auf unser Lohmühle zu Gast. Zwischenzeitlich konnte bereits das Hinspiel ausgetragen werden – erfolgreich aus VfB-Sicht. Im März gewannen die Burschen von Trainer Rolf Landerl in der Gemeinde Edewecht mit 4:2 (2:2).

Stärkster Aufsteiger

Während Altona 93 und Eutin 08 noch einen schweren Abstiegskampf vor sich haben, steht der SSV Jeddeloh aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und konnte sich am Osterwochenende bereits für den DFB Pokal qualifizieren. Von den drei Aufsteigern stellt der SSV Jeddeloh II somit die mit Abstand stärkste Mannschaft. Allerdings kommt der Kader auch nicht unbedingt dem eines „normalen“ Aufsteigers gleich. Viele Akteure, die 2016 noch mit dem VfB Oldenburg um die Regionalligameisterschaft spielten, stehen nun in den Reihen des Nachbarn. Unter anderem Nils Laabs. Nach einer Zwischenstation beim Bremer SV wechselte er zu Saisonbeginn nach Jeddeloh und erzielte dort bislang 14 Treffer. Im internen Ranking folgen ihm mit weitem Abstand Keven Oltmer (5) sowie Marcel Gottschling, Anton Stach, der Ex-VfBer Kevin Samide, Mario Fredhorst und Florian Stütz mit jeweils vier Treffern. Auch ein Markenzeichen: In allen bisherigen 25 Saisonspielen traf Jeddeloh mindestens einmal.

Auswärtsstärkstes Team der Liga

Nicht Weiche Flensburg, nicht der HSV II und auch nicht der VfL Wolfsburg II – nein, der SSV Jeddeloh ist die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga. Sieben der bisherigen zwölf Auswärtsspiele konnte Jeddeloh gewinnen, nur drei Spiele gingen verloren. Mit 21 Treffern ist man auf fremden Plätzen nach dem FC St. Pauli (27 Treffer) zudem die torgefährlichste Mannschaft.

Übers Elfmeterschießen in den DFB-Pokal

Zurück zum Ostersonntag: Im Landespokal-Halbfinale beim SV Arminia Hannover setzte sich der Regionalligist mit viel Mühe durch, kam erst in der Schlussminute zum 3:3-Ausgleich. Da im Niedersachsen-Pokal nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit sofort das Elfmeterschießen folgt und es keine Verlängerung gibt, setzte sich Jeddeloh dort schlussendlich glücklich durch. Zum dritten Mal übrigens in der laufenden Pokalsaison. Schon gegen den VfL Oldenburg (6:5 n. E.) und Germania Egestorf (5:2 n. E.) musste das Elfmeterschießen die Entscheidung herbeiführen. Nur gegen den VfL Oythe setzte man sich deutlich mit 4:1 durch.

Im Endspiel bekommt Jeddeloh es nun mit dem Ligakonkurrenten Drochtersen/Assel zu tun, der überraschend den Drittligisten VfL Osnabrück ausschaltete. Da Niedersachsen zwei Mannschaften in den DFB-Pokal entsenden darf, sind bereits beide Regionalligisten für den bundesweiten Pokalwettbewerb qualifiziert.

Internationale Erfahrung: Luka Tomas

Einer der wenigen ohne Oldenburger Vergangenheit dafür allerdings mit internationaler Erfahrung ist Luka Tomas. Der ehemalige U20-Nationalspieler Kroatiens kann auch schon auf sechs Erstligaeinsätze in Mazedonien und einen Einsatz in der Europa League-Qualifikation mit Rabotnicki Skopje verweisen. Sein Alleinstellungsmerkmal im aktuellen Kader ist noch ein weiteres: Zwei Platzverweise musste der SSV Jeddeloh in dieser Saison bislang hinnehmen, beide sind in der Statistik des 26-jährigen verzeichnet. Am elften Spieltag daheim gegen Altona 93 gabs die Ampelkarte, vier Wochen später gegen Egestorf Langreder sogar glatt Rot.

Warum eigentlich Jeddeloh II?

Jeddeloh ist der Name zweier Ortsteile in der Gemeinde Edewecht, demzufolge gibt es Jeddeloh I und Jeddeloh II. Der Spiel- und Sportverein, der seit einem halben Jahr Regionalligavereine auf seiner Anlage begrüßen darf, ist im zweiten Teil Jeddelohs beheimatet und trägt daher die römische Zwei in seinem Namen. Beim SSV Jeddeloh II handelt es sich also keineswegs um eine zweite Mannschaft.

Von | 2018-04-15T21:16:44+00:00 15. April 2018|1. Herren|